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Ein Sänger spuckt Heimweh

Nick Cave schrieb auf Flügen immer wieder Notizen und Gedanken auf Kotztüten. Jetzt erscheinen sie gesammelt auf Deutsch.

In der Luft geht es auch ohne Schreibmaschine: Nick Cave, Popstar und Poet. Foto: Atlaspix/Alamy
In der Luft geht es auch ohne Schreibmaschine: Nick Cave, Popstar und Poet. Foto: Atlaspix/Alamy

Im Sommer vor zwei Jahren machte sich ein müder, dünner Mann auf Inland­flügen über Nordamerika dadurch verdächtig, dass er weder mit Tablets und Telefonen herumhantierte noch mit Stöpseln in den Ohren vor sich hindämmerte oder in den Bordbroschüren blätterte. Er schrieb und zeichnete. Mit Blei- und Buntstiften auf Kotztüten. Der Mann mit den brünierten Haaren im zu kleinen Anzug war Nick Cave, Popstar und Poet. Er reiste durch Amerika und Kanada von Festival zu Festival, wie es den Musikern im 21. Jahrhundert abverlangt wird, da die Menschen lieber Geld ausgeben, um ihnen beim Musizieren zuzusehen, als dafür, ihre Platten zu hören.

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