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Ein feministischer Albtraum

Karen Duve legt mit «Macht» einen beklemmenden Roman vor: Frauen übernehmen die Macht, und die Männer rächen sich. Diese Woche stellt die Schriftstellerin ihr Buch in Zürich vor.

Die deutsche Autorin Karen Duve wirft einen ungeschönten Blick auf den Geschlechterkampf. Foto: Maurice Weiss (Ostkreuz)
Die deutsche Autorin Karen Duve wirft einen ungeschönten Blick auf den Geschlechterkampf. Foto: Maurice Weiss (Ostkreuz)

Wir befinden uns im Jahre 2031 nach Christus in Wellingstedt – einem Dorf, 20 Kilometer von Hamburg entfernt. Der Klimawandel ist so weit fortgeschritten, dass überall an den Strassenrändern und zwischen den Einfamilienhäusern Raps wuchert. Es ist so heiss wie am Mittelmeer. Für Fleisch und Benzin braucht es CO2-Marken, die mit der Währung «Euro-Nord» auf dem Schwarzmarkt gehandelt werden. Es herrscht lähmende Endzeitstimmung. Daran kann auch der staatlich verordnete Feminismus nichts ändern, der seit einigen Jahren Regierungsform ist. Da die Apokalypse naht, setzen insbesondere die entmachteten Männer alles aufs Spiel. Sie haben nichts mehr zu verlieren.

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