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Die brutalste Castingshow der Geschichte

Das neue Buch von Altertumsforscher Christian Mann zeigt detailliert die Hintergründe der antiken Gladiatorenkämpfe.

Das Gladiatoren-Spektakel war die brutalste Castingshow der Geschichte, und sie war perfid-raffiniert orchestriert. Dies zeigt Geschichtsprofessor Christian Mann in seinem vor wenigen Tagen erschienenen Buch «Die Gladiatoren», das seine langjährige Forschung zum Thema bündelt und alte Mythen und Klischees demontiert.

Der Dozent der Uni Mannheim beschreibt detailreich die unterschiedlichen Gladiatorentypen mit ihren Stärken und Defiziten: Die einen wurden mit einem Fangnetz und einem dreizackigen Speer ausgestattet (retiarius). Andere wie der murmillo oder der essedarius wurden dick gepanzert, wieder andere wie der thraex sollten nur mit einem kleinen Schild und einem leichten Schwert bewehrt leichtfüssig in die Attacke gehen. Jedem Zuschauer sollten möglichst viele Identifikationsmöglichkeiten geboten werden; hinter den Schutzmasken waren Kriegsgefangene und Sklaven aus exotischen Ländern, aber auch Kriminelle und Freiwillige stiegen ins Kolosseum.

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