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Deutschsprachige Schriftsteller solidarisieren sich mit Christian Kracht

In einem offenen Brief an den «Spiegel» wirft ein namhaftes Autorenkollektiv dem Feuilletonisten Georg Diez vor, die «Grenzen zwischen Kritik und Denunziation» überschritten zu haben.

Christian Kracht: Ein umstrittener, aber erfolgreicher Autor.
Christian Kracht: Ein umstrittener, aber erfolgreicher Autor.
zvg
Berühmt wurde Kracht mit seinem Erstlingswerk «Faserland» (1996).
Berühmt wurde Kracht mit seinem Erstlingswerk «Faserland» (1996).
Myspace.com/christiankracht
paraguay_ch_062.jpgDavid Woodard, a SF composer and maker of dream machines, who wants to save a small Paraguayan town.in San Francisco3/1/05 Chris Hardy / San Francisco Chronicle
paraguay_ch_062.jpgDavid Woodard, a SF composer and maker of dream machines, who wants to save a small Paraguayan town.in San Francisco3/1/05 Chris Hardy / San Francisco Chronicle
Dymaxionweb.com
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Unter den 17 zeichnenden Schriftstellern befindet sich – neben der Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek und dem Popliteraten Benjamin von Stuckrad-Barre – auch der Schweizer Erzähler Peter Stamm.

Das Kollektiv reagiert auf die sehr negative Beurteilung des neuen Kracht-Romans «Imperium» in der letzten «Spiegel»-Ausgabe durch den Feuilletonisten Georg Diez. Diez warf dem Schweizer Autor vor, «antimodernes, demokratiefeindliches, totalitäres Denken» zu befördern; sein Roman sei «durchdrungen von einer rassistischen Weltsicht».

Diez habe, monieren die 17 Künstler, Äusserungen von literarischen Erzählern und Figuren konsequent dem Autor zugeschrieben und dann als Beweis einer gefährlichen politischen Haltung gewertet.

«Wenn diese Art des Literaturjournalismus Schule machen würde», warnt das Kollektiv, «wäre dies das Ende jeder literarischen Phantasie, von Fiktion, Ironie und damit von freier Kunst.»

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