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Der Tod als Bewährungsprobe

Der St. Galler Soziologe Peter Gross hat ein berührendes Buch über den Verlust seiner Ehefrau geschrieben.

Ist mehr als ein Tagebuch, das auf einmal ans Tageslicht gezerrt wird: «Ich muss sterben» von Peter Gross.
Ist mehr als ein Tagebuch, das auf einmal ans Tageslicht gezerrt wird: «Ich muss sterben» von Peter Gross.

Für einen Schriftsteller ist es wohl etwas vom Schwierigsten, über den Tod eines nahestehenden Menschen zu schreiben. Der Text sollte so verfasst sein, dass er auch andere etwas angeht, sie berührt – nur peinlich berühren darf er nicht. Trotz der Intimität und Nähe, die in der Angelegenheit selbst begründet liegen, gilt es, den geistigen und emotionalen Erwartungshorizont der Leser im Blick zu behalten. Hansjörg Schneiders, aber auch Gerhard Meiers künstlerische Auseinandersetzung mit dem Verlust ihrer Ehefrauen und der damit einhergehenden Trauer waren nicht sonderlich geglückt. Was bei ihnen öffentlich wurde, war letztlich zu privat dafür – vergleichbar mit einem Tagebuch, das auf einmal ans Tageslicht gezerrt wird.

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