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Der Sohn, dieser «Nestbeschmutzer»

Aufgewachsen ist der Autor Beat Sterchi in der Altstadt, wo die Eltern eine Metzgerei führten. Den Beruf des Vaters hat er auch erlernt, aber Worte haben ihn stärker angezogen als die Schlachtausbeute.

«Ich werde sowieso Metzger»: Viertklässler Beat im Schulhaus Matte, ca. 1959.
«Ich werde sowieso Metzger»: Viertklässler Beat im Schulhaus Matte, ca. 1959.
zvg/Pro Litteris Zürich

Eine dieser unvergesslichen Figuren hiess Dällenbach – nein, nicht der Kari –, ein älterer Mann war es, der im Hospiz zur Heimat ein Zimmer bewohnte und als Taglöhner seinen Lebensunterhalt verdiente. Abends auf dem Heimweg kam er stets in die Metzgerei Sterchi an der Kramgasse 4 und kaufte ein Gnagi. Nachdem die Eltern während zweier Jahre im Emmental eine kleine Landmetzgerei geführt hatten, konnten sie ein Geschäft in der Berner Altstadt übernehmen. Die Kinder wurden eingespannt in den Betrieb, das war normal. Vor allem am Samstag gab es viel zu tun, auch ein Hauslieferdienst gehörte dazu. Beat war oft als Ausläufer unterwegs: «Wir haben an vielen Orten reingesehen, die unterschiedlichen Gerüche wahrgenommen, von der vornehmen Lerberstrasse bis zum Mattequartier. Das möchte ich nicht missen.»

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