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Der Gefangene ohne Gefängnis

Seit 23 Jahren wird Salman Rushdie von Fanatikern gejagt, heute bringt er seine Memoiren heraus.

Salman Rushdie: Wer ihn tötet, bekommt 3,3 Millionen Dollar.
Salman Rushdie: Wer ihn tötet, bekommt 3,3 Millionen Dollar.
Keystone

Der Anlass ist grotesk, die Wut wird inszeniert, die Folgen sind fatal: Was um den neuen antiislamischen Trashfilm auf der Welt passiert, die Demonstrationen, die Drohungen und Morde, die Instrumentalisierung des Islam, der Hass der Fanatiker – es muss ihm vertraut vorkommen.

Denn Salman Rushdie, der 65-jährige indobritische Schriftsteller mit den schweren Augenlidern, lebt seit über 23 Jahren mit den Folgen von religiösem Eifer, Humorlosigkeit und Ressentiments. Im Februar 1989 hatte der iranische Revolutionsführer Ayatollah Khomeini eine Fatwa gegen ihn verfügt. Rushdies Roman «Die satanischen Verse» würden den Propheten Mohammed und damit den Islam verhöhnen. Also seien Muslime aufgerufen, Rushdie zu ermorden.

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