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Der Dichter und Dissident Baranczak ist tot

In den 1970er-Jahren gehörte er in Polen zu den Mitbegründern der lyrischen Protestbewegung der «Neuen Welle». Nun ist Stanislaw Baranczak mit 68 Jahren in den USA gestorben.

Der polnische Bürgerrechtler, Dichter und Übersetzer Stanislaw Baranczak ist tot. Er starb am Freitag im Alter von 68 Jahren in Boston, wie das Kulturministerium in Warschau bekanntgab. Kulturministerin Malgorzata Omilanowska sprach von einem schweren Schicksalsschlag für die polnische Kultur.

Baranczak zählte in den 1970er-Jahren zu den Mitbegründern der lyrischen Protestbewegung der «Neuen Welle». Sein Engagement in der Bürgerrechtsbewegung KOR brachte ihm eine Bewährungsstrafe und ein Publikationsverbot ein. Aus dem sozialistischen Polen emigrierte er im Jahr 1981 in die Vereinigten Staaten.

Dort lehrte Baranczak an der Harvard-Universität. Daneben übersetzte er Shakespeare und Dichter wie Robert Frost ins Polnische. Für einen eigenen Gedichtband mit dem übersetzten Titel «Chirurgische Präzision» erhielt er 1999 den renommierten Nike-Literaturpreis.

SDA/kpn

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