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«Der deutsche Nationalismus geht in Ordnung»

Die EM 2012 steht vor der Tür. Schriftsteller Franzobel erläutert im Interview wichtige Fragen rund um den Fussball.

Österreich, die Schweiz und Deutschland, das war seit jeher ein spannungsgeladenes Thema im europäischen Fussball. Warum eigentlich? Ich bin in der Provinz aufgewachsen, begleitet von Sportreportern, die mir eingeredet haben, dass die Deutschen den hässlichsten Fussball spielen und trotzdem immer gewinnen, also die «Bösen» schlechthin sind. Die Deutschen waren eigentlich für österreichische Jugendliche in meiner Zeit die Feinde, die Hassmannschaft.

Ist das heute anders? Mit der WM 2006 in Deutschland, hat sich das gewandelt. Die Reporter sind freundlicher geworden. Die Mannschaft war sympathisch und im Grunde nie so unsympathisch, wie das in Österreich immer dargestellt worden ist. Sie haben zur WM 2006 einen attraktiven Fussball gespielt und trotzdem nicht gewonnen, was sie noch sympathischer gemacht hat. Es ist jetzt so, dass man einer deutschen Mannschaft gerne zusieht. Die spielen einen ehrlichen Fussball, es gibt kein Zeitschinden und solche Sachen.

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