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Das letzte Monster der Moderne

Lebenslang hat der Sizilianer Stefano D’Arrigo an seinem 1400-Seiten-Epos «Horcynus Orca» geschrieben. Jetzt ist der mythisch schäumende Roman auf Deutsch erschienen.

Ein Orca vor der Küste Washingtons: In «Horcynus Orca» schäumt ein Mörderwal das Meer zu einer Blutstätte auf. Foto: Alamy
Ein Orca vor der Küste Washingtons: In «Horcynus Orca» schäumt ein Mörderwal das Meer zu einer Blutstätte auf. Foto: Alamy

Ach, das Meer! Es zu erzählen mitsamt Getier, Seefahrern, Küstenbewohnern, Sturmgebraus und Stille scheint ein Projekt für Besessene. «Es beginnet nämlich der Reichtum / im Meere», schrieb Hölderlin, und das gilt auch für den Reichtum an Geschichten. Kein Autor wird glauben, in ein paar Monaten damit fertig zu sein. Denn das Ziel ist hier nicht irgendein nasses Abenteuer, sondern Weltliteratur. Wer traut sich das zu? Inselbewohner, wie es aussieht. Die sagenhaften Autoren, die unter «Homer» firmieren, oder James Joyce, der die Odyssee ins 20. Jahrhundert transponierte.

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