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Das Hauptwerk, das es nicht gibt

Peter Bichsel wird am Dienstag 80 Jahre alt. In seinen neuen Kolumnen, den letzten, schreibt er über Alter, Beschleunigung, Zeitungen und sein neues Smartphone.

«Der Buckel ist voll»: Peter Bichsel will nicht mehr erzählen. Foto: Gaëtan Bally (Keystone)
«Der Buckel ist voll»: Peter Bichsel will nicht mehr erzählen. Foto: Gaëtan Bally (Keystone)

Wie viele Kolumnen mag Peter Bichsel geschrieben haben in seinem Leben? Etliche Hundert – ganz genau wird er es selber nicht wissen. In den letzten Jahren erschienen sie in der «Schweizer Illustrierten», die dadurch ein bisschen eine Literaturzeitschrift wurde. Nun sind die Jahrgänge 2012–2015 als Buch bei Suhrkamp erschienen, wieder bei Suhrkamp, und es ist längst unübersehbar, dass die Kolumnen das Hauptwerk Peter Bichsels darstellen. Das Hauptwerk, das es nicht gibt, wie er selbst hinzufügen würde. Wie sehr er dieses Genre liebt, weiss man – ein Genre, bei dem nur die Länge und der Abgabetermin feststehen. Rein formale Zwänge, keine inhaltlichen. Einen eigentlichen Inhalt haben Bichsels Kolumnen nicht, sie machen vielmehr aus dem Nichts ein Etwas, das immer noch leicht wie ein Nichts ist und doch etwas zum Beissen, zum Nachdenken und zum Sich-Freuen gibt.

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