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Am Golde hängt doch alles

Der Neuseeländerin Eleanor Catton ist ein Kunststück gelungen: Ein astrologisch konstruiertes Romanwerk, das sich wie ein Abenteuerroman liest. Sie erhielt dafür 2013 den Booker Prize.

Eleanor Catton glaubt nicht an Astrologie, trotzdem hat sie sie als Grundlage für einen Roman verwendet. Foto: L. Denimal (Laif)
Eleanor Catton glaubt nicht an Astrologie, trotzdem hat sie sie als Grundlage für einen Roman verwendet. Foto: L. Denimal (Laif)

Eine komplexe Struktur und süffige ­Lesbarkeit müssen sich nicht wider­sprechen. Im Gegenteil. So manchem Romancier hilft es, wenn er sein Material nach Gesetzen anordnet, die er sich selbst gegeben hat. Das können mathematische Formeln sein oder auch die ­Regeln eines Spiels. Die Regeln können sogar gravierende Eingriffe ins Material bedeuten – der Franzose George Perec schrieb einmal einen Roman ganz ohne den Buchstaben e. Das Lesepublikum muss das weder wissen noch merken, allerdings spürt es meistens, das hier Prinzipien walten, die über die Gesetze der Plausibilität oder der Spannung hinausgehen.

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