Noras Hang zur Normalität

Welches Drama treibt sie um? Artur K. Vogel blickt in seinem zweiten Roman hinter die Fassade einer angepassten Frau.

Der ehemalige Chefredaktor des «Bund» thematisiert in seinem zweiten Roman den Durchschnittsmenschen.

Der ehemalige Chefredaktor des «Bund» thematisiert in seinem zweiten Roman den Durchschnittsmenschen.

(Bild: zvg)

Gibt es überhaupt den Durchschnittsmenschen? Schleppt nicht jeder ein Trauma durchs Leben, das er auf seine Art ertragen oder bewältigen muss? Nora Ursprung hat nach einem abgebrochenen Jus-Studium Richard geheiratet, der als wissenschaftlicher Adjunkt im Bundesamt für Statistik arbeitet. Zusammen mit der Tochter Sophia führen sie ein geordnetes Familienleben, fahren zweimal jährlich in die Ferien. Nora liest viel, und die Zitate aus Büchern von Sartre, Camus oder W. G. Sebald garnieren als (unnötiger) Zierat die Buchseiten. Doch natürlich gibt eine solch ereignisarme Vorlage nicht den Stoff für einen Roman ab.

Der Bund

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