Mundart-Autorin Ruth Bietenhard verstorben

Die Mundart-Autorin Ruth Bietenhard ist verstorben.

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Ruth Bietenhard ist verstorben.

(Bild: Valérie Chételat)

Die Herausgeberin des «Berndeutschen Wörterbuchs» verschied im Alter von 95 Jahren in einer Thuner Pflege-Einrichtung.

Ihr ältester Sohn Benedikt Bietenhard bestätigte am Dienstag einen Bericht der «Berner Zeitung». Ruth Bietenhard verstarb demnach am vergangenen Donnerstag.

Bekannt wurde sie mit dem «Berndeutschen Wörterbuch», das 1976 erschien und von dem zahlreiche Auflagen gedruckt wurden. Ihr Grossonkel Otto von Greyerz hatte ihr eine Schachtel mit rund 5000 berndeutschen Wörtern hinterlassen. Die Romanistin Ruth Bietenhard bearbeitete und erweiterte das Material.

Für den «Kleinen Bund» war Bietenhard fast 30 Jahre lang als «Stübli«-Autorin tätig. Zusammen mit ihrem Mann, dem Theologen Hans Bietenhard, schrieb sie zudem in den 1980er-Jahren «Ds Nöie Teschtamänt bärndütsch». Am «Alte Teschtamänt» und den «Psalme» arbeitete auch ihr Sohn Benedikt mit.

Für ihre Arbeit wurde Bietenhard verschiedentlich geehrt, unter anderem verlieh ihr die Universität Bern die Ehrendoktorwürde. Die sechsfache Mutter engagierte sich auch für politische Anliegen. So setzte sie sich zu Beginn der 1970er-Jahre für die Einführung des Frauenstimmrechts ein.

hjo/sda

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