Boom, Bumm!

Die «Mundart»-Autorin Renée Maria Bellafante zu tiefen Zinsen – und dem daraus folgenden Baulärm.

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Itz, oder eigentlech scho fei e chly lang, weiss me ja nümm, wo ds Gäut ver­loche. Spare isch für di Doofe, mir sy zinsmässig uf Nuu. Kreisrund, so nes Nuui, aber irgendwie glych unschön. U drum tüe itz aui die, wo fürigs Gäut hei – ja, waseliwas? – boue. U renoviere u zwägbüschele, wos nume geit. Di Pangsionierte si ja bekannt derfür, dass si dene, wo schaffe, gärn zueluege – u das machen ig itz o ab u zue. Schliesslech muesch ja näbem Lärm u mängisch Soukrach, de maschinebedingte Ärdbebe u em Dräck o no öppis für ds Oug ha. We me sech derzue zwingt, das aues positiv z gseh, wüus ja zeigt, wi aues im Fluss isch u wis üs guet geit, cha me das hie und da (Betonig uf hie und da!) sogar ungerhautsam finge.

Auso, afe mau aui Strasse ufgschrisse im Quartier u nöii Elektrisch-Leitige gleit. Zuedäm no Glasfaserkabu, damit PC u Ferni no schneuer i d Gäng chöme. Schad nume, dass d Programm-Uswau geng glych lahm blybt – aber wurscht. Auso si itz monate- lang so Gfährtli mit em Ushub dröhnend dür d Strasse brätteret, u zwar ganz genau u pünktlech beginnend am Morge am sibni. Nach öppe em ne Jahr het me de begriffe, dass es gäbiger wär, grossi Container für dä Us- hub ufzsteue für weniger müesse ume­zbruse. Das hei mir Banouse scho vo Afang a gseit, si aber nume komisch agluegt, aber immerhin wyter fründlech grüesst worde. Im Enthusiasmus het me no grad ds Trottoir ernöieret, u zwar so dermasse föidau, dass das o no grad Monate het i Aspruch gno.

U we d Arbeiter Füraabe mache, chöme no d Sub-u Privat­ungernämige,u de geits wacker wytermit Plättli­schlyffeu weiss nid was auem.

Üses Strässli hätt me auso mindischtens müesse umtoufe i Guudgass, aber i bi du z müed gsy, für mit däm Vorschlag a d Gmeind z glange. Der Glas­faserzuegang zum Hus het o etlechi Zyt i Aspruch gno u isch hüt no nid suber abgschlosse. Irgendwie wärde sech di diverse Sub-Sub-Ungernämige äuä nid einig, wär der Minggis, wo si gmacht hei, müesst flicke. Näb däm verjüngt sech ds Drumum, u das bedütet e Huffe boulechi Veränderig i aune Schattierige, wo müglech sy. Das geit vo Nöiboue über Renoviere bis zu Us- u Aboue mit meh oder weniger Gschmack. Sit zwöi Jahr isch für Ungerhautig gsorget u nes Änd nid in Sicht. Da brüchtisch eigentlech gar ke schnäuere Glasfaser­aschluss, da pfuusisch einewäg fasch y – aber o widerum nid, wüus äbe z lärmig isch. Nid immer, aber immer mau.

Am meischte am Morge, wo me äuä sich u den angere mues bewyse, dass me da isch. Schön. De o immer gärn über e Mittag, damit me am Abe früecher hei cha. U was mi geng macht z lache: Vor langer, langer Zyt het me für ne 5-Tage-Wuche gstritte – u itz hesch der Ydruck, me schaff nie so gärn wi am Samschtig u, wüu me so schön drinne isch, am Sunntig mängisch o no grad.

Dass me d Fyrtige mir Meinig nachönnt abschaffe, han i ja scho nes paar Mau gseit; si diene sowiso nume zum Schaffe u umehöntere. Nei, da meinsch mängisch, dass d spinnsch. U we di «offizielle» Arbeiter Füraabe mache, chöme no d Sub- u Privat­ungernämige, u de geits wacker wyter mit Plättli­schlyffe u weiss nid was auem. Apropos für ds Oug – gsehsch natürlech aues: die, wo chrampfe wi gstört, chum si si uf em Platz, oder angerersyts die, wo afe mau ds Händy fürenäh u chnüble u i der angere Hang d Sigi, so dass di dritti Hang fäut für d Schufle. När überau chly draschutte u so richtig motiviert uf der Bousteu ume­latsche. S git würklech nüt, wos nid git. U du wartisch u plangisch, dass es mau eifach fertig wurd – aber nüt isch!

Wos mer im letschte Summer am ne Aabe mau der Huet glüpft het un i bi go frage, ob di ganzi Chose doch de o no mau zum ne Änd chöm, het me mi gfragt, ob de das Hus nid schön sig. U ig, mou, aber wärdet fertig! U der anger: Dir, süsch göht doch uf d Bank go Gäut hole u när chly i d Ferie – u ig, i wär geng no wägg u ds Gäut wär o verlochet. Aber eigentlech warten i geng no uf dä, wo ds banousehaft verleite Kabu müesst cho richte, bevors vor luter Boom Bumm! macht.

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