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Zurück aus der Liebeshölle

Die Herzschmerz-Trilogie der israelischen Compagnie L-E-V nimmt ein brutal schönes Ende. (ab 5. März)

Wieder ganz werden: «The Brutal Journey of the Heart».
Wieder ganz werden: «The Brutal Journey of the Heart».
Stefan Dotter for Dior

Keine Geringere als die Chefdesignerin von Dior, Maria Grazia Chiuri, hat die Kostüme für das Tanzstück «The Brutal Journey of the Heart» entworfen. Der durchsichtige Stoff der hautengen Ganzkörperanzüge ist mit Motiven klassischer Tattoos versehen. Die filigran gezeichneten Sujets stehen stellvertretend für Zustände des Herzens: verlangend, liebend, ausgetrocknet, gebrochen.

Das Making-of der Kostüme. Video: Youtube

Das Stück ist das neueste von L-E-V, der Compagnie der israelischen Tanzschaffenden Sharon Eyal, und erzählt von einer persönlichen, sehr traurigen Phase. «Sie wissen sicher, wie sich das anfühlt: Man muss so schrecklich weinen, dass einem fast schon wieder zum Lachen zumute ist. Und umgekehrt», sagt sie im Trailer.

Hyperbewegliche Wesen

«The Brutal Journey of the Heart» markiert das Ende einer Trilogie. Sie verhandelt den Versuch, wieder eins zu werden mit dem eigenen Körper, der auf dieser beschwerlichen Reise – einmal Liebeshölle und zurück – zerschlagen worden ist. Mit einem Hang zum Absurden lässt Sharon Eyal ihre Tänzerinnen und Tänzer nun zu hyperbeweglichen Fabelwesen mutieren, welche die Schwerkraft auszuhebeln scheinen und sich präzise zu einem einzigen Geschöpf formieren.

Entstanden ist «The Brutal Journey of the Heart» gemeinsam mit Eyals Landsmann Gai Behar. Dieser tat sich in den 90er-Jahren als begabter Gastgeber von Techno-Raves in Tel Aviv hervor. 2005 fing ihre Zusammenarbeit an, später gründeten sie die Compagnie L-E-V. Behar spielt die Musik zum Stück, das in Bern Premiere hat, live an der Seite des Schlagzeugers und DJs Ori Lichtik. Alles spricht für ein brutal schönes Spektakel. (mik)

Dampfzentrale: Do, 5., und Fr, 6. März, 20 Uhr

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