Zum Hauptinhalt springen

«Wir sind antikapitalistisch wie eh und je»

Heute an der 20. Tour de Lorraine gibt sich die junge Generation so kämpferisch wie die Gründer. Und bemüht sich, auch den Partygängern den politischen Charakter der Veranstaltung klar zu machen.

Softwareentwickler Alwin Egger (40), Studentin Melina Meyer (21) und Biologin Olivia Michels (31) im Café Kairo, wo die erste Tour de Lorraine haltmachte.
Softwareentwickler Alwin Egger (40), Studentin Melina Meyer (21) und Biologin Olivia Michels (31) im Café Kairo, wo die erste Tour de Lorraine haltmachte.
Adrian Moser

Die Berner Tour de Lorraine ist auf wachstums- und kapitalismuskritischem Boden gewachsen. Mit Konzerten in Beizen des Lorrainequartiers wie dem Café Kairo und der Brasserie sammelten Attac und andere linksaktivistische Organisationen vor 20 Jahren Geld für die Demonstrationen gegen das World Economic Forum (WEF) in Davos und die Freihandelsabkommen der Welthandelsorganisation (WTO). Als Politfestival findet die Tour de Lorraine seither jeden Januar statt. Zum Programm gehören Referate und Workshops und meist auch eine Anti-WEF-Demonstration in der Stadt. Am stärksten frequentiert ist jeweils die Konzert- und Partynacht. Deren Eintritte kommen sozialen und politischen Projekten zugute. Welchen, das entscheidet der Vorstand des Vereins Tour de Lorraine. Der Anlass ist ehrenamtlich organisiert.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.