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«Weinend dirigieren ist schwer»

Thierry Epiney komponiert die Musik für den Circus Monti. Im Fragebogen schreibt er über Billie Eilish, Träume und eine Katze.

«Ich hätte gerne Superkräfte»: Komponist Thierry Epiney (33).
«Ich hätte gerne Superkräfte»: Komponist Thierry Epiney (33).
zvg

Wer war der Held Ihrer Kindheit?

Ich mochte den Mann sehr, der an der Stange des Müllwagens hing, und unheimlich Style hatte. Einmal hat er mir sogar ein Plüschtier geschenkt.

An was glauben Sie?

An die brüderliche und schwesterliche Solidarität zwischen den Menschen.

An was glauben Sie nicht?

An den Zufall.

Was hängt bei Ihnen über dem Bett?

Früher hing dort ein Spiegel. Ich habe ihn aber abgehängt, weil das Risiko eines Erdbebens im Wallis, wo ich lebe, recht hoch ist.

Im 35. Monti-Programm «Jour de fête» verwandelt sich der Zirkus in einen Jahrmarkt.

Was ist Ihr grösster Schatz?

Meine Familie und meine drei Brüder.

Wofür sparen Sie?

Was ist sparen?

Wann haben Sie sich das letzte Mal so richtig wild gefühlt?

Beim Hören des Albums von Billie Eilish. Mich begeistert ihre absolute Authentizität.

Welches sind Ihre aktuellen Süchte?

Abgesehen von der Sonne und dem Joggen fahre ich gerade sehr auf ein elektronisches Plugin ab, das es mir ermöglicht, den Klang von Instrumenten satter zu machen.

Was ist Ihnen näher: das Leichte oder das Schwere?

Wenn ich komponiere, suche ich die Einfachheit, paradoxerweise in einer Schreibweise, die sehr gründlich ist. Im Leben ganz klar die einfachen Sachen. Das Einfache ist schön.

Wo zwickt es derzeit am meisten?

Mich stört die ganze politische Werbung, die vor den Wahlen überall in der Natur aufgehängt oder aufgestellt wird.

Was war der schönste Ort, den Sie besucht haben?

Die Höhlen von Lascaux. Aber dort bin ich leider nur im Traum gewesen.

Was ist das Traurigste, was Ihnen je auf der Bühne passiert ist?

Weinend zu dirigieren: Ich habe einmal einen Chor dirigiert und da überkam mich ein Gefühl, dass so stark war, das ich weinen musste. Es war sehr schwierig. Danach, als ich die Sänger anschaute, sah ich, dass auch sie mit verweinten Augen sangen.

Was bringt Sie dazu, einen Raum zu verlassen?

Pure Provokation.

Was wissen nur die wenigsten Menschen über Sie?

Das ich gerne Superkräfte hätte. Am liebsten möchte ich fliegen können.

Wie sieht es aus, wenn Sie tanzen?

Nach einer Katze, die hinter einem roten Laserstrahl herrennt.

Wofür möchten Sie Werbung machen?

Für ein sehr persönliches Projekt, an dem ich seit zwei Jahren arbeite und das im Februar im TLH Sierre aufgeführt wird: «TiKom». Eine musikalische Perfomance, zusammengesetzt aus einer Marimba und einem Pad. Das Resultat verbindet Elektro, Tribal und Worldmusik.

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