Verträumt und verzweifelt

Messer - so nennt sich die Gruppe um Sänger Hendrik Otremba. Nun kommt sie zum ersten Mal nach Bern.

Messer, das sind: Manuel Chittka, Pogo McCartney, Milek, Hendrik Otremba und Philipp Wulf.

Messer, das sind: Manuel Chittka, Pogo McCartney, Milek, Hendrik Otremba und Philipp Wulf.

(Bild: zvg)

Umso mehr leere Worte in der Weltpolitik gewechselt werden, desto kürzer scheinen die Bandnamen zu werden. Jedenfalls im Bereich der neuen lauten deutschen Meinungsmusik. Die Speerspitzen dieses unnachgiebigen Nachwuchses heissen Die Nerven, Trümmer, Der Ringer, Karies, Zucker oder eben Messer, Letztere sind nun zum ersten Mal in Bern zu hören.

Unlängst hat die fünfköpfige Band ihr drittes Album «Jalousie» veröffentlicht. Darauf: von der Gitarre getriebene Songs, die in ihrer kantigen Metaphorik an die Neue Deutsche Welle erinnern: «Die Schönheit und die Traurigkeit / sie schwanken / zum Büffet». Da ist Kälte, da ist Trotz und die schiere Angst vorm Alleinsein.

Messer - Im Jahr der Obsessionen Quelle: Youtube.com

2010 in Münster gegründet, ist ihr Sänger Hendrik Otremba mittlerweile zum Sprachrohr einer verträumten und verzweifelten Generation geworden. Kürzlich hat er seinen ersten Roman «Über uns der Schaum» veröffentlicht, in dem der Welt Raum und Zeit abhanden kommt. Und auch dieses Werk atmet den stillen Takt der Verrohung. Die Realität hat ihre Farbe gewechselt, die Musik kleidet sich schwarz.

Dampfzentrale Donnerstag, 6. 4., 21 Uhr.

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