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Schwindelerregende Schönheit

«Mare Nostrum III» ist ein Album zwischen Jazz und liedhafter Folklore, eine luftig-leichte Kammermusik voller schwermütiger Leichtfüssigkeit.

Paulo Fresu beim Trompetenspielen.
Paulo Fresu beim Trompetenspielen.
Wikipedia

Es gibt Alben, da genügen drei Töne, und man weiss, dass eine Stunde voller Wonne und Pläsier folgen wird. «Mare Nostrum III» ist ein solches Album. Denn die drei Beteiligten – Paulo Fresu an der Trompete, Jan Lundgren am Piano und Richard Galliano am Akkordeon – legen es darauf an, von der ersten bis zur letzten Note Wohlklang und schiere Schönheit zu erzeugen. Dafür haben sie sich ein musikalisches Setting irgendwo zwischen Jazz und liedhafter Folklore abgesteckt, eine luftig-leichte Kammermusik voller schwermütiger Leichtfüssigkeit.

Drei Alben lang haben sie so gestaltet und dabei über 100 Konzerte auf der ganzen Welt gespielt. Und so kommen etwa bei Minute 23 des vorliegenden Werks denn auch Zweifel auf, ob das Ganze nun nicht doch zu sehr ins Manierliche und allzu Gemütliche kippt. Herausgerissen wird man aus dem Gedanken spätestens dann, wenn Paulo Fresu wieder mit jazziger Unberechenbarkeit die bedächtige Einkehr irritiert. Eine Bedächtigkeit, die sich in der Live-Situation in geringerem Masse einschleicht. So viel sei verraten: Man wird dieses Konzert etwas entspannter und unter leichtem Schwindel verlassen.

Yehudi Menuhin Forum, Freitag, 5. April, 20 Uhr

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