«Netflix, Cremeschnitten, Küsse»

Berner Woche

Seit über 20 Jahren betreibt Nora Gomringer «unlenkbare Synapsenarbeit»: Sie schreibt Gedichte, und zwar solche, die man laut vorlesen muss.

Nora Gomringer

Nora Gomringer

(Bild: zvg)

Xymna Engel

Wer war der Held Ihrer Kindheit?
Das waren oftmals die Wassermänner in Märchen und Balladen. Die waren immer ein bisschen unheimlich, dunkel und verführerisch.

An was glauben Sie?
Gott, Lyrik, Vitamine.

An was glauben Sie nicht?
Schadenfreude, die Sinnhaftigkeit von demokratischen Entscheidungen in der Kunst.

Was hängt bei Ihnen über dem Bett?
Emily Dickinsons Gedicht «Ample make this bed».

Was ist Ihr grösster Schatz?
Das Wissen um den Genuss meiner Privilegien.

Wofür sparen Sie?
Ein Fahrrad.

Wann haben Sie sich das letzte Mal so richtig wild gefühlt?
In Heidelberg letzte Woche.

Welches sind Ihre aktuellen Süchte?
Netflix, Cremeschnitten, Küsse.

Was ist Ihnen näher: das Leichte oder das Schwere?
Das Leichte als Sehnsucht, das Schwere als Wassermann mit Aszendent Stier.

Wo zwickt es derzeit am meisten?
Auf dem Konto, im Herzen, im Gebiss.

Was war der schönste Ort, den Sie besucht haben?
Ich bin hin und wieder in guten Händen.

Was ist das Traurigste oder das Lustigste, was Ihnen je auf der Bühne passiert ist?
Ein Verzweifeln und ein Verlieben.

Was bringt Sie dazu, einen Raum zu verlassen?
Rechtes Denken, Misogynie, eine Käseplatte.

Was wissen nur die wenigsten Menschen über Sie?
Dass ich meistens schweige.

Wie sieht es aus, wenn Sie tanzen?
Ungemein grossartig.

Wofür möchten Sie Werbung machen?
Lesen Sie Lyrik. Mehr!

Überschwappen wird ihre Begeisterung für Lyrik am Montag, 2. Juli, um 20 Uhr, im Ono.

Der Bund

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