Zum Hauptinhalt springen

Im Irrgarten der Identitäten

Die schrillen Kostüme von Beatrice Fleischlin und Anja Meser sind mehr als ein Augenschmaus. (ab 9. Januar)

Wer ist hier wer? «This is me*» von Fleischlin/Meser.
Wer ist hier wer? «This is me*» von Fleischlin/Meser.
Roberto Conciatori

Wer bin ich? Warum bin ich, wie ich bin? Und wer sagt eigentlich, welche Rolle ich spielen soll? Mit diesen Fragen beschäftigen sich Beatrice Fleischlin und Anja Meser in ihren Performances, in denen sich regelmässig ein schöner Irrgarten der Identitäten auftut.

«This is me*» heisst ihre neuste Arbeit. Der Abend besteht aus zwei Solo-Performances, und der Gender-Stern im Titel deutet an, dass es um Fragen der geschlechtlichen Identität geht. Fleischlin und Meser sind nicht nur auf der Bühne ein Duo, sondern auch privat ein Paar, und seit vier Jahren sind sie Eltern eines Kindes. Diesen Background nehmen die beiden mit auf die Bühne und hinterfragen das konventionelle Repertoire von Lebensentwürfen ebenso wie die Binarität der Geschlechter.

Mit Humor vermittelt

Dabei nutzen Fleischlin und Meser Kostüme, die den Körper verhüllen, zum Beispiel ein monströs buntes Fadenkleid, das jegliche Zuordnung verhindert und so symbolisch eine neue Vielfalt von Identitäten andeutet. Fleischlin/Meser sprechen mit ihren Arbeiten aber nicht nur ein Publikum an, das mit einem feministischen Diskurs vertraut ist. Wie das gelingt? Zum Beispiel mithilfe von Humor. «Brauche Hilfe», heisst es auf dem Schild, das die Figur im Fadenkleid hochhält. Und auf der Rückseite: «Um aus dem Kostüm rauszukommen.»

Schlachthaus-Theater, 9. bis 11. Januar, 20 Uhr

Zum Inhalt

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch