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«Ich urteile nicht über Tat und Strafe»

Gespräche im Strafvollzug: Die Regisseurin und Autorin Anna Papst über ihr Stück «Freigänger» für das Konzert Theater Bern.

Sie hat mit über 30 Insassen der offenen Strafvollzugsanstalt Witzwil gesprochen: Anna Papst.
Sie hat mit über 30 Insassen der offenen Strafvollzugsanstalt Witzwil gesprochen: Anna Papst.
Adrian Moser

Wie Menschen das Gesetz brechen, ist vorstellbar. Dass Verbrecher aber Menschen bleiben, geht schnell vergessen: Sie sind Gangster in Filmen, Dämonen im Kopf oder einsame Härtefälle hinter Gittern. Die Autorin und Regisseurin Anna Papst hat im Verlauf ihrer Hausautorenschaft bei Konzert Theater Bern mit über dreissig Insassen der offenen Strafvollzugsanstalt Witzwil gesprochen. Aus den ausführlichen Interviews entstand ihre zweite «Reportage fürs Theater», das Stück «Freigänger», welches Papst als Regisseurin ur­aufführt. Drei Schauspielerinnen verleihen den Texten ihre Stimme, bleiben aber nahe am Wortlaut der Insassen. Über drei Jahre hinweg hat Papst dieses sensible und gehaltvolle Material gesammelt, verzichtet aber auf ­Beurteilung und Kommentar. Zeit, sie selbst zu interviewen.

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