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Die «Verjazzung» der Schweiz geht weiter

Mit der Swiss Jazz School beherbergt Bern die älteste Jazzschule Europas. Diese feiert ihr 50-Jahr-Jubiläum nicht nur mit Konzerten, sondern auch mit einer Lern-App.

Tom Gsteiger
Musizieren vermutlich noch ohne App: Regula Küffer und Nick Perrin werden mit ihrem Quartett an der Swiss Jazz School auftreten. Foto:
Musizieren vermutlich noch ohne App: Regula Küffer und Nick Perrin werden mit ihrem Quartett an der Swiss Jazz School auftreten. Foto:
Christian Henking/zvg

Kürzlich jährte sich der Geburtstag des epochalen Jazz-Nonkonformisten Thelonious Monk zum 100. Mal. Heutzutage würde dieser widerborstige Pianist die Aufnahmeprüfung für ein Studium an einer Schweizer Jazzschule wohl kaum bestehen. Spricht dies gegen Monk?

Klaus Widmer gibt unumwunden zu, dass sich der im Viervierteltakt swingende Modern Jazz im Bereich der Ausbildung auf dem Rückzug befindet: «Die Diversität ist enorm gewachsen. An einer Jazzschule wird man nicht mehr in eine spezifische Sprache hineingedrängt.» Man hat sich also längst darauf eingestellt, dass die Begeisterung für den Jazz nicht bei allen Studierenden gleich gross ist: Je nach Standpunkt kann man dies als Opportunismus oder Offenheit werten.

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