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Die Lust am Verschmelzen

Zwei libanesische Musikerinnen kommen nach Bern. Im Progr stösst Rapper Greis dazu. (ab 23. Februar)

Ihr Soul klingt mal arabisch, mal weltläufig funky: Frida.
Ihr Soul klingt mal arabisch, mal weltläufig funky: Frida.
zvg

Manche der Tracks von Maya Aghniadis scheinen mehrere Akte zu haben: Eben noch befindet man sich in einer träumerischen Klanglandschaft, versetzt mit einer Glockenspielmelodie, da grollt aufs Mal ein bedrohlicher Ton, den man nicht hat kommen sehen, und das gefühlte Szenario, das Aghniadis wachgerufen hat, ändert sich komplett. «Storytelling» nennt die Multiinstrumentalistin aus Beirut ihre Kompositionstechnik – und deren Bildhaftigkeit erstaunt wenig, wenn man weiss, dass Aghniadis ein Studium in Filmmusik hinter sich hat. Mit ihrem Soloprojekt Flugen tritt sie kommende Woche zum ersten Mal in der Schweiz auf.

Obwohl sich ihre elektronischen Tracks oft wenig um Songstrukturen scheren: Aghniadis kann auch anders. Als Keyboarderin amtet sie in der Band der Sängerin Frida, die ihrerseits aus Beirut ist und diese Woche in Bern gastiert. Auch wenn der arabische Soul dieser Künstlerin auf den ersten Blick etwas ganz anderes zu sein scheint als die atmosphärische Loopmusik von Flugen: Hier verschmilzt ebenfalls einiges. Mal trägt Fridas Musik ein komplett orientalisches Gewand, mal hat sie eine weltläufige Funkyness, mal haucht Frida ins Mikrofon, mal rappt sie, mal auf Arabisch, mal auf Französisch.

Letzten Sommer hat Frida ein Spontankonzert in einem Berner Altstadtkeller gespielt, nun spannt sie mit dem Berner Greis zusammen, der seinerseits nicht nur französisch rappt, sondern auch auf Berndeutsch. Und es zeigt sich: Die Sprache des Chuchichäschtli ist, was die Kehllaute angeht, gar nicht mal so weit weg vom Arabischen.

Frida: Turnhalle im Progr, Sonntag, 23. Februar, 15 und 20.30 Uhr. Flugen: Musigbistrot, Samstag, 29. Februar, 20.30 Uhr.

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