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«Das Metaphysische hat Konjunktur»

Erwartungen zu erfüllen, hat ihn nie interessiert: Lukas Bärfuss.

«Künstlerisch ist mir das Berner Stadttheater noch etwas schuldig», sagten Sie vor neun Jahren in einem Interview mit dieser Zeitung. Das war, nachdem das Haus die Schweizer Erstaufführung Ihres Stücks «Der Bus» gezeigt hatte. Sind Sie zuversichtlich, dass diese Schuld am Freitag beglichen wird?

Zwei Jahre später erhielt am selben Ort auch die Schweizer Erstaufführung Ihres Dramas «Die Probe» durchzogene Kritiken. Trauen Sie dem Berner Stadttheater noch?

Jetzt steht die Premiere Ihres Stücks «Die Reise von Klaus und Edith durch den Schacht zum Mittelpunkt der Erde» bevor. 16 Jahre hat es gedauert, bis dieses zum ersten Mal in der Schweiz gezeigt wird. Wie kann das sein?

Hegen Sie bestimmte Erwartungen an die Berner Inszenierung?

Inwiefern?

Als «Melodram aus dem letzten Jahrhundert» bezeichnen Sie den Text im Untertitel. Er ist also durchaus noch aktuell?

Wenn die Medien Ihre Erfolge auflisten, findet «Die Reise von Klaus und Edith» selten Erwähnung. Zu Unrecht?

Mit welchem Eindruck lesen Sie es heute?

Im Vergleich zu Ihren späteren Werken, die gesellschaftliche Stoffe aufgreifen, bleibt «Die Reise» rätselhaft: Eine klare Thematik fehlt.

War Ihr politischer Antrieb damals noch nicht so ausgereift wie heute?

Ist Ihnen jeweils wichtig, wer Ihre Stücke auf die Bühne bringt?

Sie sagten, dass Sie Ihre eigenen Texte nur ungern auf der Bühne sehen, es fühle sich an wie «öffentliches Korrekturlesen». Heisst das, Sie werden sich «Die Reise» nicht ansehen?