Zeitloser Schmalz

Marlon Williams will jeden Song so interpretieren, als ob er brandneu und fremd wäre (Di, 23. Juli).

Am eindrücklichsten ist seine Performance, wenn er ganz allein auf der Bühne steht und all die zeitlosen Gefühle in seine Schmelzmusik packt.

Am eindrücklichsten ist seine Performance, wenn er ganz allein auf der Bühne steht und all die zeitlosen Gefühle in seine Schmelzmusik packt.

(Bild: facebook.com/marlonwilliamsmusic)

Xymna Engel

So viel Schmalz in der Stimme, so viel Pomade im Haar: Wenn Marlon Williams singt, denkt man unweigerlich an die Zeit zurück, als in jedem Diner in Amerika noch eine Jukebox stand. Dabei ist der Neuseeländer, der heute in Australien lebt, kaum 30. Und wenn er die Songs der grossen Crooner und kleinen Countrysänger covert, fördert er dabei auch unbekannte Perlen zutage wie etwa «Silent Passage» von Bob Carpenter.

Wie es Williams mit der Nostalgie hält? «Du musst jeden Song interpretieren, als ob er brandneu und fremd wäre, egal, ob du ihn selbst geschrieben hast oder nicht», sagt er. Und er sprengt die Zeitkapsel, indem er seine Covers und eigenen Songs auch mal zusammen mit einem Maori-Chor aufnimmt. Am eindrücklichsten bleibt seine Performance jedoch, wenn er ganz allein auf der Bühne steht und all die zeitlosen Gefühle in seine Schmelzmusik packt: das Zweifeln, das Zurückwünschen und das Wiederfinden.

Bad Bonn Dienstag, 23. Juli, 21 Uhr

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