Im Zweifel suhlen

Musikproduzent Steve Albini baut bei der radikalen Repetitionsmusik der Band «Metz» sogar ein bisschen Pop ein (Di, 9. Juli).

Die Band Metz.

Die Band Metz.

(Bild: www.huckmag.com)

Xymna Engel

Warum ist Steve Albini einer der bedeutendsten Musikproduzenten? Wahrscheinlich weil er sich selber nie so nennen würde. Ausserdem will er keine Tantiemen. Und er hasst Popmusik (er produzierte unter anderem Alben von Pixies, Nirvana und PJ Harvey). Warum dieser Text mit ihm beginnt? Weil sich sein Können bei einer Band wie Metz so eindrücklich zeigt. Metz, das sind Alex Edkins (Stimme, Gitarre), Chris Slorach (Bass) und Hayden Menzies (Schlagzeug); seit über zehn Jahren produzieren sie eine krude Lärmmusik, die ihre Radikalität vom Punk hat.

Und was macht Albini als «Ingenieur» ihres dritten Albums «Strange Peace»? Er lässt diesen rohen Sound genau so, wie er ist. Nichts wird poliert, nichts angepasst. Dafür setzt er auf die Kraft jeder einzelner Tonspur. So klingt dieses Werk mit Songs wie «Drained Lake» nach einer Welt, die sich im Zweifel suhlt. Bei so viel radikaler Repetitionsmusik darf es in den Melodien sogar ein bisschen Pop sein – sogar für Albini.

Bad Bonn Düdingen, Dienstag, 9. Juli, 20.30 Uhr

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