Die Wetterverhältnisse der Seele

Das Quartett No Vacation ist musikalisch unaufgeregt, dafür in Livesituationen umso aufregender (Do, 11. Juli).

Die Band No Vacation.

Die Band No Vacation.

(Bild: http://www.novacationband.com)

Xymna Engel

Das Genre des Dream Pop befasst sich ja normalerweise mit den unterschiedlichen Wetterverhältnissen der Seele, insbesondere mit der Sonne an einem «nice sunday afternoon» und Nieselregen an der Fensterscheibe. Diese Phänomene findet man auch im Liedgut des neuerdings in Brooklyn beheimateten Quartetts No Vacation. Dazu kommen eine musikalische Unaufgeregtheit, ein Zusammenspiel der Instrumente, welches man eher Verschmelzung nennen könnte, und eine Frauenstimme, hinter deren Lässigkeit sich aber auch drängende Fragen verbergen.

Womöglich liegt es an dieser zeitweiligen Unentspanntheit, dass No Vacation im Unterschied zu ihren Genregenossen zum Finale eines Konzerts sich auch mal in folgender Situation wiederfinden: Die Gitarristin ist stagedivend irgendwo im Publikum verloren gegangen, während ihre Mitmusikerin mit aller Inbrunst auf das Schlagzeug der dritten Mitmusikerin drischt. Wie es so weit kommen kann, lässt sich schlussendlich aber wohl nur live wirklich eruieren.

Bad Bonn Düdingen, Donnerstag, 11. Juli, 21 Uhr

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