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Befreit in den Weltuntergang

Für ihr neuestes Werk haben die Kummerbuben Beistand vom 80-köpfigen Variaton-Orchester bekommen. «Itz mau Apokalypse» dreht sich um die Tragödien des kleinen Mannes.

Sie mögen den Taumel lieber als die Gradlinigkeit: Die Kummerbuben aus Bern.

Sie mögen den Taumel lieber als die Gradlinigkeit: Die Kummerbuben aus Bern.

(Bild: Jen Ries)

Ane Hebeisen

Der Beat schleppt sich dahin wie ein schlurfender Quasimodo. Akzentuiert wird er von einem ernsten Stromgitarren-Akkord, später mengen sich tiefe Bläser, dramatische Streicher und ein sehr, sehr missvergnügter Simon Jäggi am Gesangsmikrofon dazu. Er rempelt wie ein Rüpel-Punk durch die Kulisse und schimpft und rotzt wenig vornehme Diktionen ins Geschehen: «Alles Scheisse», «Fuck», «au die Wichser» heisst es da unter anderem. Der Missmut hat seinen Grund: Das Leben der Hauptfigur des Eröffnungsliedes hat sich bemüht, stets die schlechtestmögliche Wendung zu nehmen – das Gegengift ist ein trotziger Defätismus.

Der Bund

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