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«Kulturell und architektonisch kaum von Bedeutung»

Wintersportler strömen in die Berge. Star-Architekt Gion A. Caminada sagt im Interview, warum schöne Bauten Städter und Landbewohner versöhnen können – und warum er wenig von Sawiris' Chalets hält.

Fest in seiner Heimat verankert: Gion A. Caminada vor dem Waldhaus in Flims. (6. Oktober 2006)
Fest in seiner Heimat verankert: Gion A. Caminada vor dem Waldhaus in Flims. (6. Oktober 2006)
Keystone
Soll Touristen aus aller Welt nach Andermatt locken: Das «Chedi». (6. Dezember 2013)
Soll Touristen aus aller Welt nach Andermatt locken: Das «Chedi». (6. Dezember 2013)
Keystone
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In den Bergen von Sotschi sieht man wie bei uns in den touristischen Regionen viele Neubauten im Chalet-Look. Wieso ist diese Pseudodörflichkeit so resistent? Solche Projektionen des vermeintlichen Wesens der Berge werden weltweit gestreut. Es ist ein Bergbild-Mythos, der bedient wird. Eine Sehnsucht nach dem vermeintlich Ursprünglichen. Gleichzeitig ist es aber auch eine Verlustanzeige gegenüber dem Eigenen. Ein Unwohlsein. Die Suche nach der Gegenwelt ist jedoch der Kern des Tourismus und des Reisens. An sich etwas sehr Schönes.

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