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Die UBS ruht nicht – und geht gegen Künstler vor

Eine Künstlergruppe liess in London ein Plakat aufhängen, auf der das UBS-Logo zu sehen war, darunter die Aufschrift «lügt». Die Grossbank hatte keine Freude daran.

Für die UBS ist dieses Bild im öffentlichen Raum inakzeptabel: «UBS lügt» der Mediengruppe Bitnik.
Für die UBS ist dieses Bild im öffentlichen Raum inakzeptabel: «UBS lügt» der Mediengruppe Bitnik.
Florian Bachmann/Bitnik
Das Bild hing in seiner englischen Ausführung im Grossformat in der Nähe einer Galerie in London, wo Bitnik eine Ausstellung bestritt.
Das Bild hing in seiner englischen Ausführung im Grossformat in der Nähe einer Galerie in London, wo Bitnik eine Ausstellung bestritt.
pd
Das grossformatige «UBS lügt»-Plakat konnte gerettet werden. Die gesamte UBS-Aktion ist nun Teil des Bitnik-Projekts «Too Big to Fail / Too Small to Succeed».
Das grossformatige «UBS lügt»-Plakat konnte gerettet werden. Die gesamte UBS-Aktion ist nun Teil des Bitnik-Projekts «Too Big to Fail / Too Small to Succeed».
pd
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Die UBS ist seit vielen Jahren Hauptsponsor der Art Basel, pflegt eine eigene Kunstsammlung und wirbt in ihrer neuen Kampagne «Wir werden nicht ruhen» gerne mit Künstlern. Die Kunstaffinität der Bank hört aber auf, wenn sie selbst Gegenstand von Kunst wird. Die Künstler der Schweizer !Mediengruppe Bitnik hat drei Monate lang in London nach der Wirkungsweise der Banken und den Ursachen der Finanzkrise recherchiert und ihre Erkenntnisse im Projekt «Too Big to Fail / Too Small to Succeed» künstlerisch umgesetzt. Ein zentrales Bild in dem Projekt ist «UBS lügt» (siehe oben) in Anlehnung an das berühmte Foto «Polizei lügt» des österreichischen Künstlers Peter Weibel aus den 1970er-Jahren. «Weibel prangerte damals den Missbrauch des staatlichen Gewaltmonopols an, wir wollen zeigen, wie sich die Machtverhältnisse seither verschoben haben», erklärt Carmen Weisskopf von Bitnik.

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