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Das Kolosseum in Rom erhält ein Baugerüst

Im Dezember sollen in Rom Renovierungsarbeiten am Kolosseum beginnen. Dafür wird das Wahrzeichen Italiens für 915 Tage eingerüstet. Die Finanzierung des 25-Millionen-Projekts übernimmt ein Kaufhaus.

Die Umbauarbeiten sollen bis Mitt 2015 dauern: Touristen vor dem Kolosseum in Rom.
Die Umbauarbeiten sollen bis Mitt 2015 dauern: Touristen vor dem Kolosseum in Rom.
Keystone

Das Kolosseum in Rom, eines der berühmtesten Bauwerke der Antike, wird für 25 Millionen Euro umfassend saniert. Kulturminister Lorenzo Ornaghi, Bürgermeister Gianni Alemanno und der Schuh-Fabrikant Diego Della Valle als Geldgeber stellten gestern Dienstag das auf drei Jahre angelegte Bauprogramm vor.

Auch während der Bauarbeiten sollen die Besucher Roms, die unter anderem durch Ridley Scotts Monumentalfilm «Gladiator» (2000) in die antike Arena gelockt werden, Zugang zum Kolosseum behalten.

Herunterfallende Brocken

Das im Jahre 80 in den Glanzzeiten des antiken Roms fertiggestellte Kolosseum mit seinen Maximalausdehnungen von 188 Metern Länge und 156 Meter Breite bei 48,50 Meter Höhe ist vom allmählichen Zerfall bedroht.

Herunterfallende Gesteinsbrocken führten regelmässig zu Debatten über Gefahren für die Besucher. Laut einer kürzlich veröffentlichten Studie sackte ein Teil des Gebäudes um 40 Zentimeter ab.

Von Tod's finanziert

Das Luxus-Modehaus Tod's erklärte sich bereit, die Renovierung zu finanzieren, die im Dezember beginnen und bis zur Jahresmitte 2015 dauern soll. Am 27. Juli erfolgte die Zuteilung des ersten Bauabschnitts für 8,3 Millionen Euro.

Geplant sind die Renovierung der von Fahrzeugabgasen geschwärzten Fassade, die Ausbesserung von Bruchstellen, die Beseitigung von Metallgittern im Erdgeschoss, die Einrichtung eines Besucherzentrums und die Sanierung des Innenraums.

915 Tage im Gerüst

Die zur Besichtigung freigegebenen Flächen sollen nach Abschluss der Bauarbeiten um ein Viertel vergrössert werden. Das Gebäude wird für 915 Tage eingerüstet.

Die Zukunft Italiens hänge von der Ausnutzung der «Schönheit seiner Monumente» ab, sagte Tod's-Chef Diego Della Valle, der auch von der «sozialen Verantwortung der Unternehmen» sprach. Er hoffe, dass andere italienische Unternehmen dem Beispiel folgten. Seit der Jahrhundertwende stieg die Zahl der Besucher des Kolosseums von einer Million auf sechs Millionen im Jahr.

SDA/wid

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