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Am Schluss sang sie «Je ne regrette rien»

Uneheliche Arbeitertochter mit unehelichem Kind, Kampf für einen Kindergarten: So hat Frauenemanzipation abseits der grossen Bühne ausgesehen. Die Geschichte der aufmüpfigen Marguerite Mürset (85).

Sie war nicht dabei, als vor fünfzig Jahren rund fünftausend Frauen auf dem Bundesplatz in Bern mit Trillerpfeifen für das Frauenstimmrecht lärmten. Aber auch Marguerite Mürset war damals, im März 1969, damit beschäftigt, die Dinge zu verändern. Auf ihre Weise. Sie weibelte in Twann am Bielersee, wo sie verheiratet war und vier Kinder hatte, für einen Kindergarten. Es dauerte Jahre, bis er schliesslich eröffnet wurde. Denn viele, auch Frauen, waren der Meinung, es sei allein Aufgabe der Mütter, sich um Kinder im Vorschulalter zu kümmern.

Ob in der Liebe, in der Ausbildung oder im Beruf, es sei wunderbar, welche Möglichkeiten die jungen Frauen heute hätten, sagt Marguerite Mürset. Damit ihre Grosskinder wissen, dass es nicht immer so war, hat die 85-Jährige ihren «Lebensweg» in den Computer getippt. Ein ausgedrucktes Exemplar hat sie auch dem «Bund» geschickt. Schliesslich stünden Dinge darin, die für alle interessant seien. Sie hat völlig recht.

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