Versorgt im Landorf: Ein Nachtrag

Keine Geschenke: Ein ehemaliger Heiminsasse des Kinderheims Landorf legt Wert darauf, bei seinen späteren Besuchen als Arzt dem Heimleiter nichts mitgebracht zu haben.

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Patrick Feuz@patrick_feuz

Im Kontext der Debatte über Verdingkinder und Kinderheime ist eine Kontroverse um die frühere Erziehungsanstalt Landorf in Köniz entbrannt. Zunächst berichtete ein ehemaliger «Zögling» über die unmenschlichen Zustände, die dort in den 1960er- und frühen 1970er-Jahren geherrscht hätten. Später meldete sich ein früherer Heimlehrer zu Wort und erklärte, dank Heimen wie dem Landorf sei vielen Kindern ein Leben im Elend erspart geblieben.

Darauf ging der «Kleine Bund» am 20. Dezember 2014 der Frage nach, welche Ideologie hinter der damals praktizierten Pädagogik steckte und warum Heime früher so waren, wie es heute nicht mehr möglich wäre.

Am Schluss des Beitrags wurde ein Heiminsasse erwähnt, der später Arzt wurde und dem pensionierten Heimleiter jeweils vor Weihnachten ein Geschenk vorbeigebracht habe. Der fragliche Mann legt nun Wert auf die Feststellung, dass er den Heimleiter zwar gelegentlich besucht, ihm aber kein Geschenk mitgebracht habe. Die Unterscheidung sei wichtig, weil sonst die Gefahr bestehe, dass die Verteidiger der damaligen Zustände im Heim die Geschichte mit dem Geschenk instrumentalisieren könnten.

Der Bund

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