Nid dr 13., sondern dr 14.

Mundart-Kolumnist Gerhard Meister träumt zum Frauenstreiktag von sieben wilden Buben und sieben braven Mädchen.

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We öpper troumet, är heig grad es Biud mit Malen nach Zahlen fertig
gmaut, u när i sim Troum das Biud aluegt u siebe Meitli gseht u siebe
Bube, u die siebe Meitschi schtosse e Schpiuzüg-Cinderwage, wo usgseht
fasch wie ächt, u singe ihrne Bäbi, wo dert inne liege, es Ischlaf-
Liedli, währed die siebe Buebe aui mit emene Star-Wars-Schwärt wiud
desumegumpe u enang ufe Gring gäh-

u we die siebe Meitli i däm Troum när plötzlech aui si erwachse worde
u dr Chinderwage, wo vorne schteit ächt isch, u aui grad am
Telefoniere si mit ihrem Ma, u me när i däm Troum scho im Büro isch vo
dene siebe Manne, wo aui im Chor säge, los Schatz, i muess jetz
ufhöre, du weisch die Sitzig, woni hüt ha, u gäu, es wird de äuä schpät-

U we sech i däm Troum när plötzlech e undefinierbare Gruuch
verbreitet, e Gruuch, wo ihr Nase chutzelet u chratzet u we das
Chutzele u Chratze immer schtärcher wird u sech zumene gwautige
Juckreiz entwickelt u me muess niese i däm Troum u dr Juckreiz immer
no da isch, so dass me mit sim Finger i d Nase iche fahrt u fat afa
grüble u merkt, dass dert öppis isch i dere Nase inne u witer grüblet
u schliesslech en Alageberater us sire Nase het usegrüblet wo, chuum
isch er dusse, o grad sofort afat, eim zberate, was me söu alege-

u we da Alageberater när sire Sekretärin rüeft u die mit emene riesige
Huufe Chleider derhär chunnt, wo sie ufe Tisch leit u dr Alageberater
zuere seit, aber sones tolls Chleid, wie sie eis aneheig, sig da i
dere Uswau ufem Tisch auso kes derbi, u dr Alageberater när afat, sire
Sekretärin Komplimänt zmache u seit, sie gsei so umwärfend guet us, da
chömm me doch diräkt i d Versucheig, sire Frou nach füfezwänzg
Ehejahr untröi zwärde, u was sie vo dere Idee würd haute, öb sie da am
Schluss no derbi wär bi däm Abetüur-

U we sech i däm Troum scho wieder dä Gruuch fat afa verbreite, wo scho
wieder fat afa chutzele u bisse ir Nase u sech i dere Nase e Juckreiz
entwickelt, wo immer unerträglecher wird, aber we das mau kes Niese u
kes Grüble u Chratze i dere Nase öppis hiuft u me schliesslech wäg däm
Juckreiz us däm Troum usegrisse wird u wach i sim Bett liegt u aus
noch ganz dütlech vor sech het, die siebe wiude Buebe u die siebe
brave Meitschi, die siebe Froue mit Chinderwage u die siebe Manne im
Büro u am Schluss no dä ufdringlech Alageberater u sini Sekretärin-

aber, we me nächhär merkt, dass es Friti isch, aber nid dr 13.,
sondern dr 14. u zwar vom Juni u auso Froueschtreiktag u me sofort
ganz schtouz isch uf sech, dass me sech i sim Troum so passend zu däm
Tag so kritisch mit Gschlächterschtereotyp het usenang gsetzt u dass
me sini Tröum ganz unbewusst u wie vo säuber so perfekt uf dr Höchi
vor Zit cha gschtaute u das sofort aus Zeiche nimmt, dass me jetz äuä
scho emanzipierter isch aus sini Frou-

u we me nächhär afat, sech uf sini Schuetere zchlopfe, u mit däm
Chlopfe gar nümm cha ufhöre u chlopfet u chlopfet u me bim däm Chlopfe
ganz euphorisch wird, bis me när scho wieder dä Gruuch ir Nase het u
dä Juckreiz, no einisch heftiger aus vorhär, so dass me das mau
viellech sogar richtig u sim Schlaf erwachet.

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