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35 Hektaren für die Kunst

Anselm Kiefer hat in Frankreich ein riesiges Ateliergelände geschaffen. Nun sollen Künstlerkollegen Werke hinzufügen. Eines ist schon da.

Spielklötze von Riesenbabys? Nicht ganz. Die Containertürme auf dem Bild sind Kunst – und stehen gleich vor den Toren des südfranzösischen 2000-Seelen-Dorfes Barjac.
Spielklötze von Riesenbabys? Nicht ganz. Die Containertürme auf dem Bild sind Kunst – und stehen gleich vor den Toren des südfranzösischen 2000-Seelen-Dorfes Barjac.
Anselm Kiefer
Früher stand hier nur eine verlassene Seidenfabrik. Dann kam der deutsche Starkünstler Anselm Kiefer und verwandelte das Gelände in ein 35 Hektaren grosses Atelier samt Lebensraum.
Früher stand hier nur eine verlassene Seidenfabrik. Dann kam der deutsche Starkünstler Anselm Kiefer und verwandelte das Gelände in ein 35 Hektaren grosses Atelier samt Lebensraum.
Anselm Kiefer
Der erste, der nun Gastrecht erhielt, ist der deutsche Künstler Wolfgang Laib. Im Untergrund von «La Ribaute» hat er einen 40 Meter langen, fünf Meter hohen, ganz mit Wachs ausgekleideten Raum geschaffen. Ein Werk wie ein Kultraum: schlicht, ergreifend, berührernd. Noch ist «La Ribaute» nur ausgesuchten Besuchern zugänglich. Doch denkt Kiefer über eine Öffnung nach.
Der erste, der nun Gastrecht erhielt, ist der deutsche Künstler Wolfgang Laib. Im Untergrund von «La Ribaute» hat er einen 40 Meter langen, fünf Meter hohen, ganz mit Wachs ausgekleideten Raum geschaffen. Ein Werk wie ein Kultraum: schlicht, ergreifend, berührernd. Noch ist «La Ribaute» nur ausgesuchten Besuchern zugänglich. Doch denkt Kiefer über eine Öffnung nach.
Anselm Kiefer; Wolfgang Laib
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Wie sähe der Ort Ihrer Erinnerungen aus? Ein paar Tagebücher im Regal? Gerahmte Fotos auf der Kommode? Wie wäre es, stattdessen mit einem 35 Hektaren grossen Gelände, auf dem Dutzende von Gebäude stehen, die Ihre Erinnerungen enthalten? Eine Utopie? Nicht für den deutschen Starkünstler Anselm Kiefer, der sich im südfranzösischen 2000-Seelen-Dorf Barjac mit La Ribaute genau dies erbaut hat. «Ich wollte einen Ort meiner Erinnerung schaffen. Erinnerung ist meine Heimat», sagte der 69-Jährige einmal. Kiefers Heimat scheint immens zu sein.

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