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Janet YellenKünftige US-Finanzministerin will keinen weichen Dollar

Der Wert des US-Dollars soll von den Märkten bestimmt werden, sagte die designierte US-Finanzministerin Janet Yellen.

Die USA streben laut der designierten US-Finanzministerin Janet Yellen keinen schwächeren Dollar-Wechselkurs an. (Archivbild)
Die USA streben laut der designierten US-Finanzministerin Janet Yellen keinen schwächeren Dollar-Wechselkurs an. (Archivbild)
Keystone/Jim Lo Scalzo

Die designierte neue US-Finanzministerin Janet Yellen strebt keine Dollar-Abwertung an. Der Wert des US-Dollars und anderer Währungen solle von den Märkten bestimmt werden.

«Die Vereinigten Staaten streben nicht nach einer schwächeren Währung, um Wettbewerbsvorteile zu erlangen», zitierte das «Wall Street Journal» am Sonntag aus vorbereiteten Aussagen der ehemaligen Chefin der Notenbank Fed im Senat. Die USA sollten sich Versuchen anderer Länder widersetzen, dies zu tun.

Der Dollar ist im vergangenen Jahr auch durch die Corona-Krise unter Abwertungsdruck geraten. Das bringt vor allem für die US-Exporteure Vorteile, da ihre Waren und Dienstleistungen dadurch anderswo günstiger werden. Zugleich verteuern sich aber auch Importe, was zu einer höheren Inflation führen und die Kaufkraft schwächen kann.

Es wird erwartet, dass Yellen als eine der ersten vom künftigen Präsidenten Joe Biden vorgeschlagene Ministerin vom Senat bestätigt wird. Sie gilt als ausgewiesene Finanzexpertin und leitete von 2014 bis 2018 die mächtigste Notenbank der Welt. Biden wird am Mittwoch als neuer Präsident und Nachfolger von Donald Trump vereidigt.

SDA/chk

12 Kommentare
    Claire Deneuve

    Die Amis können Ihren US$ eigentlich gar nicht stärken, denn dazu müssten sie Devisenbestände insbesondere € in grösseren Mengen verkaufen.

    Nur haben die Amis praktisch gar keine Devisenbestände, gerade mal 43.7 Mrd $ waren es im November insgesamt.

    Das langt bei weitem nicht um den US$ wieder zu erstärken lassen und angesichts der Gesamtverschuldung des Landes inkl. Haushalten und Corps von gut 82 Billionen US$ würden auch Zinserhöhungen auch immer mehr negative Effekte haben.

    Und solange die USA seine Leistungsbilanz- und Budgetdefizite nicht unter Kontrolle kriegt, wird der US$ weiter an Wert verlieren.

    Und wenn sich die FED weiterhin so gigantisch aufbläht mit US Schuldpapieren, dann werden die Bürger auch irgendwann mal ihr Vertrauen in diese Institution völlig verlieren und dann könnte der US$ in relativ kurzer Zeit schnell an Wert verlieren und dann ginge auch die US Dominanz seit dem 2. WK dahin.