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Kolumne MundartKonfliktmineral uf de Ombudsstell

Im Vorfeld der Abstimmung macht sich die Autorin Gedanken zur Verhandelbarkeit von Ethik und Gerechtigkeit.

Die Herre Dame Konfliktparteie, willkomme bi ois uf de Ombudsstell. Schön hend Sie sich chöne dureringe, nomal mit ois an runde Tisch z sitze. Mir werdet hüt zeme uf e gueti Lösig cho! Ich han da e chlini Infografik vorbereitet, zwei sich überschniidendi Kreis, linkerhand d Interesse vo de Herre Dame Rohstoffförderig / Investmentfonds / Bundesrat und rechterhand die vo de Herre Dame globale Süde und em guete Volksgwüsse. Mittig i dem gmeinsame Segment liit oisi Einigung, voilà!

Zum nomal kurz uf d Forderige vo de Konfliktparteie iigah, damit mer alli up to date sind, jawoll – mir hend e ganzi Reihe vo internationale Standort, Zentralafrika unter anderem – also natürlich nid d Regierige – aber di um ihre eigentlich Wohlstand und ihri Sicherheit brachti Zivilbevölkerig und au die beide Volksinitiative da i de Schwiiz. Wenn ich das dörf salopp umriisse: Sie möchtet gern, dass sowohl Schwiizer Unternehme und ihri Tochterfirmene, als au Investorinne wie Pensionskasse und AHV en minimal ethische Umgang mit Konfliktmineral und de Konflikt, wo die Mineral uslösed, duresetzed? Mir hend die Frag ja scho bi oisere letzte Sitzig gstellt, trotzdem möcht ich d Parteie nomal uffordere sich z üssere – chönntet Sie sich mittlerwiile vorstelle, de zarti Schritt in Richtig internationali Gerechtigkeit zgah? Die Dame Herre Rohstoffförderig, Investmentfonds, Bundesrat und Parlament?

Nei? O.k. Es schiint mer, dass d Fronte nach wie vor recht verhärtet sind. Denn wemmer doch luege, dass mir hüt gmeinsam usefindet, weles mindeste Zuegeständnis ad Moral mir stattdesse chönd finde. Mir möchted ois ja schliesslich ussergrichtlich einige, gelled Sie, süsch wirds denn für alli Beteligte aastrengend. Wärs für Sie z.B. denkbar, en Teil vo ihrem teilwiis dur Investment i Kriegsmaterial stabilisierte Altersvermöge mit eme minderjährige Coltan-Mine-Arbeiter im, segemer … Kongo z teile? Nei!

Aber es wär ja kei langs Lebe, also Ihres scho! Aber nid das im Kongo, wenn Sie Glück hend, kracht die Konfliktmineral Mine i sich zemme oder en bewaffnete Konflikt um die Mineral beendet s junge Lebe vom Empfänger vo dere Usgliichszahlig, no bevor Sie im Rentealter sind aacho. Es wär eher e symbolischi Geste. Wär das nöd öppis? Nei!

Ja, ähm, wie wärs aber da demit: Sie würdet künftig zuelaa, dass Menscherechtsverletzige wo Schwiizer Unternehme im Konflikmineralbusiness mitverursached au nach Schwiizer Recht beurteilt werdet. En minimale Hoffnigsschimmer für Klägerinne us korrupte Staate? Nei, säged sie nöd gad nei, Sie müend doch au xee, das d Chance extrem chli isch. Dass de globali Süde effektiv d Mittel und d Connections hett für sonen Prozess. Nei? Au nöd? Hm. Also und wenn me jetzt ganz banal würd säge, mir einiged ois druuf, dass d Schwiiz es Zeiche setzt, punkto internationali Standarts? Nei und nomal nei!

Aber, xend Sie denn nöd, wie widersinnig das isch, das dopplete Nei? Es isch en Hohn.

Au keis Zeiche ? Gar nüüt? Aber, xend Sie denn nöd, wie widersinnig das isch, das dopplete Nei? Es isch en Hohn. Alles, wo da verlangt wird, sött längscht Standart sii. Verstönd Sie? Ihres stumpfsinnige Beharre druuf, das alles, wo am Wirtschaftsstandort Schwiiz schadet, ethisch nid dörf hinterfragt werde. Ihri selbstgfälligi Art, sich dopplet uf de ach so bewahrenswerti Schwiizer Wohlstand z bezieh, statt eifach demüetig z registriere, dass de Wohlstand uf em Buggel vo anderne erwirtschaftet wurde isch! Dass internationali Fairness nöd öppis isch, wo Einzelpositione sich dran beriichered? Zwei Mal «Nei»?! Ernsthaft?