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Wasser- und WärmeversorgungKönizer Gemeinderat will Gemeindebetriebe auslagern

In anderen Gemeinden habe sich die Verselbständigung der Gemeindebetriebe bewährt – jetzt will Köniz nachziehen.

Der Könizer Gemeinderat findet, die Verselbständigung der Gemeindebetriebe böte Chancen in der Wärmeversorgung. (Symbolbild/Archiv)
Der Könizer Gemeinderat findet, die Verselbständigung der Gemeindebetriebe böte Chancen in der Wärmeversorgung. (Symbolbild/Archiv)
Foto: Walter Bieri (Keystone)

Der Könizer Gemeinderat findet es an der Zeit, die Gemeindebetriebe in die Selbständigkeit zu entlassen. Nach der Prüfung eines parlamentarischen Vorstosses wird er dem Gemeindeparlament an der Sitzung vom 3. Mai empfehlen, die Motion für erheblich zu erklären.

In anderen Gemeinden habe sich die Verselbständigung der Gemeindebetriebe bewährt, argumentiert der Könizer Gemeinderat in einer Mitteilung vom Mittwoch. Eine Auslagerung biete beispielsweise Chancen im Bereich Wärmeversorgung – direkt oder mittels Beteiligungen.

Für die Angestellten könnten sich die Arbeitsbedingungen verbessern und die Chancen für die Rekrutierung von Personal auf dem ausgetrockneten Arbeitsmarkt würden steigen.

Stimmt das Könizer Parlament am 3. Mai dem Antrag des Gemeinderats zu, startet dieser den Prozess zur Ausgliederung. Am 1. Januar 2024 könnten die verselbständigten Gemeindebetriebe operativ tätig werden. Allerdings muss nach dem Gemeindeparlament auch das Stimmvolk Ja sagen zur Auslagerung. Die Kosten der Auslagerung würden zu Lasten von Spezialfinanzierungen erfolgen.

Die Könizer Gemeindebetriebe versorgen die Bevölkerung und Wirtschaft von Köniz sowie diejenige von Oberbalm mit Trink-, Brauch- und Löschwasser. Weiter vollziehen die Gemeindebetriebe den Gewässerschutz. Sie leiten die Abwässer zur Reinigung in die beiden regionalen Abwasserreinigungsanlagen ARA Region Bern und ARA Sensetal in Laupen weiter.

SDA/zec

3 Kommentare
    Benedikt Heinen

    Privatisierung wichtiger Funktionen wie Wasser und Wärme hören sich immer nur kurzfristig gut an: Übergibt man diese an Privat-Betriebe, so werden diese natürlich erst mal sehr "tief" anbieten - jedoch muss man auch sehen, dass Betriebe Profite erwirtschaften müssen, und überall in der Wirtschaft der Druck besteht, dass Gewinne sich stetig steigern.

    Und - wo sollen diese Gewinne wohl herkommen, wenn nicht aus den Taschen der unteren Angestellten; oder den Geldbeuteln der Kunden, die dann jährlich höhere Rechnungen bezahlen sollen?