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Staat belohnt Sanierung mit MillionenLonza winkt ein satter Profit dank Umweltverschmutzung

Für 12 Millionen Franken saniert der Chemiekonzern die klimaschädlichste Fabrik der Schweiz. Der Bund belohnt Lonza mit bis zu 35 Millionen Franken.

Die Niacin-Anlage D29 stösst jährlich rund 600’000 Tonnen CO₂-Äquivalente aus: Lonza-Gelände in Visp. Das Gebäude mit dem Scheddach (Bildmitte) ist
Die Niacin-Anlage D29 stösst jährlich rund 600’000 Tonnen CO₂-Äquivalente aus: Lonza-Gelände in Visp. Das Gebäude mit dem Scheddach (Bildmitte) ist

Fast 50 Jahre lang übersah der Lonza-Konzern, dass an seinem Standort in Visp enorme Mengen von extrem klimaschädlichem Lachgas aus einem Kamin entweichen. Jetzt dürfte sich der Konzern über den Tag freuen, an dem Ingenieure das Gas entdeckten. Mit der Sanierung der Fabrik winkt dem Konzern ein Gewinn in Millionenhöhe.

Bis Ende 2021 baut Lonza in der Visper Niacin-Fabrik D29 einen Katalysator ein. Er neutralisiert über 98 Prozent der 1800 Tonnen Lachgas, die dort jährlich austreten. D29, die klimaschädlichste Fabrik des Landes, die für über ein Prozent des schweizerischen Treibhausgasausstosses verantwortlich ist, wird künftig nur noch rund 5 Tonnen Lachgas pro Jahr ausstossen (lesen Sie hier unsere grosse Reportage zu D29).

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