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Kolumne Krogerus & TschäppelerKleines Lob der Negativität

Eine antike Methode der Entscheidungsfindung hilft uns gegen die Angst vor der Zukunft.

Foto: Roman Tschäppeler

«An unseren Gedanken leiden wir mehr als an den Tatsachen», schrieb Seneca der Jüngere. Es ist ein schöner Satz. (Hätte es damals T-Shirts gegeben, hätte man sie vermutlich mit dem Spruch bedrucken und ein paar Sesterzen damit verdienen können.)

Aber es ist mehr als bloss ein Spruch. Der Satz steht am Anfang einer der berühmtesten stoischen Übungen, der praemeditatio malorum. Eine Art Visualisierungstechnik, bei der man sich das denkbar Schlimmste ausmalt, das absolute Worst-Case-Szenario in all seinen düsteren Details, damit man gewappnet ist für das, was kommen könnte.

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