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Streit um Berner BrunnenfigurKindlifresser erhitzt erneut die Gemüter

Ex-TV-Manager Roy Oppenheim fordert eine neue Plakette beim Kindlifresserbrunnen, um die zählebige antisemitische Deutung zu thematisieren.

Der Kindlifresserbrunnen auf dem Berner Kornhausplatz irritiert alle paar Jahre wieder neu. 

Foto: Franziska Rothenbuehler
Der Kindlifresserbrunnen auf dem Berner Kornhausplatz irritiert alle paar Jahre wieder neu.

Foto: Franziska Rothenbuehler

Was haben der Publizist Roy Oppenheim und der österreichische Lyriker Robert Schindel gemeinsam? Sie sind jüdisch und ärgern sich über den scheinbar antisemitischen Kindlifresserbrunnen auf dem Berner Kornhausplatz. Bei Schindel ist das 26 Jahre her. Bei Oppenheim ist es aktuell. In einem Gastbeitrag, der Ende Juli in den Tageszeitungen der CH Media publiziert wurde, holt er zum Rundumschlag aus. «Apropos Black Lives Matter», fragt er im Titel. «Warum protestiert eigentlich niemand gegen den Kindlifresser-Brunnen?» Der Beitrag schlug Wellen bis nach Deutschland. Er löste in den Kommentarspalten der Wochenzeitung «Jüdische Allgemeine» grosse Empörung aus.

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