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«Kinder spüren, dass sie Erfolg haben sollen»

Versagensängste sollten Eltern nicht auf ihre Kinder übertragen, sagt Schriftstellerin Juli Zeh. Foto: maximimages/Alamy

In Ihrem Buch «Leere Herzen» heisst es: «Eltern ersetzten durch das Kinderhaben alles, was ihnen verloren gegangen ist: Politik, Religion, Gemeinschaftsgefühl und der Glaube an eine bessere Welt.» Ein starker Vorwurf.

Warum?

Und die werden dadurch zu Egozen­trikern?

Ihre eigenen Kinder sind drei und fünf Jahre alt. Wie erziehen Sie?

Wo zeigen Sie als Mutter Haltung?

Wurden Sie selbst auch so erzogen?

Wie meinen Sie das?

Und das sehen viele Eltern heute nicht mehr?

Wo beobachten Sie das heute?

Was hat das damit zu tun, wie aus einem Kind ein sozialer Mensch wird?

Aber Ängste werden nun stärker, sobald man Kinder hat, oder?

Aber wie?

Das klingt so leicht . . .

Hinter der Disziplinierung früherer Zeiten könnte auch die Idee gesteckt haben, in einem Gemeinwesen Rücksicht aufeinander zu nehmen.

Angenommen, Ihr Sohn wäre zehn Jahre älter. Fänden Sie es schlimm, wenn er mit den Ideen der AfD liebäugeln würde?

Dürfen Ihre Kinder mit Waffen spielen?

Zielt er auch auf Menschen?

Woher kommt die klassische Rollenverteilung bei den beiden?

Welche Einstellung zur Zukunft wollen Sie den Kindern vermitteln?

Sind Sie optimistisch, was die Zukunft betrifft?

Und daraus folgt kein Fatalismus?