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Schulen im Fernunterricht«Kinder brauchen den sozialen Kontakt in der Schule»

Bitte kein Fernunterricht: Die Erfahrungen aus dem Frühling zeigen auch im Kanton Bern, dass geschlossene Schulen für Kinder oft Nachteile mit sich bringen – und Eltern und Lehrpersonen belasten.

Der Fernunterricht ist nicht nur für Schülerinnen und Schüler eine grosse Herausforderung.
Der Fernunterricht ist nicht nur für Schülerinnen und Schüler eine grosse Herausforderung.
Foto: Valeriano Di Domenico

«Das ist ein ausserordentliches Beispiel, aber wir hatten mehrere ähnliche Fälle», sagt Gabriela Heimgartner, Co-Präsidentin des Vereins Schule und Elternhaus Kanton Bern. «Ein Kind besucht die erste Klasse im Fernunterricht. Die Familie lebt zu acht in einer 3½-Zimmer-Wohnung, sie hat keinen Computer, die Eltern arbeiten auswärts, und die Grosseltern können kaum Deutsch – sie können dem Enkelkind die Schulaufgaben gar nicht erklären. So lesen zu lernen, ist ein Ding der Unmöglichkeit.»

Den Fernunterricht, so sind sich Behörden, Lehrpersonen und Eltern einig, gilt es um jeden Preis zu verhindern. Denn im Lockdown vom Frühjahr wurden nach der kurzfristigen Digitalisierung der Schule schweizweit zahlreiche Probleme festgestellt. So beobachteten Forschende der Pädagogischen Hochschule Zug, dass rund ein Drittel der Schulkinder von zu Hause aus wenig bis nichts gelernt hat.

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