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Sweet Home: Clevere OrdnungshelferKeine Lust aufzuräumen?

Ein Netz für Toilettenrollen oder Körbe gegen Chaos: Diese zehn Ideen und Shoppingtipps wecken Ihre Ordnungslust.

Nach der Superkälte und dem vielen Schnee locken nun frühe Frühlingsgefühle. Nutzen wir diese für eine neue Ordnung der Dinge. Vor sehr langer Zeit bekam ich einmal ein Buch von einer Freundin geschenkt: «Die Schnäppchenjägerin» hiess es auf deutsch. Bekannt geworden ist es aber unter dem Originaltitel «The Secret Dreamworld of a Shopaholic», und es wurde in der grossen Zeit des sogenannten «Chick-Lit-Genres», zu dem übrigens auch die Bridget-Jones-Serie von Helen Fielding gehört, natürlich auch verfilmt. Die Protagonistin gibt viel zu viel Geld aus und muss dringend sparen. Sie beginnt damit, indem sie sich dazu entschliesst, ihre Currys in Zukunft selber zu machen, anstatt dafür ins Restaurant zu gehen. Doch klar: Dafür braucht sie erstmal eine teure Gewürzmühle, gute Gewürze, hübsches indisches Geschirr den Rest können Sie sich denken.

Die Moral dieser Episode ist aber eine, die durchaus auch positive Wirkungen hat: Besitzt man nämlich etwas Neues, dann inspiriert es auch zu neuen Taten. Ein neues Möbel, auch wenn es noch so klein ist, macht meist Lust aufs Umstellen. Bei den Ordnungshelfern zeigt sich dieser Effekt sogar noch deutlicher: Hat man nämlich nicht genug Stauraum, überfüllte Regale, keine Boxen oder Körbe, dann klappt das bestimmt nicht mit der neuen Ordnung. Foto über: Waterproof Valentines

Was war, was ist und was sein wird: Aufräumen ist wie Meditation. Foto über: Turbulences Déco, Interiordesign: Sanders Architecture
Was war, was ist und was sein wird: Aufräumen ist wie Meditation. Foto über: Turbulences Déco, Interiordesign: Sanders Architecture

Momentan ist bei uns eine Bombe eingeschlagen. Sie heisst Daisy und ist ein Welpe. Wenn Sie sie kennenlernen möchten, folgen Sie mir auf Instagram. Dort taucht sie nun immer mehr auf. Bevor sie kam, habe ich die Wohnung natürlich schön und ordentlich gemacht und endlich alle Teppiche mit Unterlagen rutschfest ausgelegt. Ich habe mir nämlich vor gut einem Jahr den Arm gebrochen, weil ich ausgerutscht bin. Wie Sie sehen, habe ich den ersten Lockdown nicht so nützlich und voller Elan für das Häusliche genutzt wie viele andere. Damals konnte ich dies nur mit meinen Geschichten auf dem Sweet-Home-Blog tun, aber nicht für mich daheim. Ich war gestresst, beunruhigt und flüchtete mich in die Arbeit und in den Wald mit Miss C.

Der Sommer war dann schwierig, da Miss C. starb. Während dem zweiten Lockdown aber tat ich all das, was ich bei anderen bewunderte und worüber ich viel schrieb: Ich machte Ordnung. Das Ordnen ist eine viel tiefsinnigere Beschäftigung als blosse Hausarbeit. Indem man die Dinge des Lebens in die Hand nimmt und ihnen einen guten Platz gibt, setzt man sich mit der Vergangenheit, der Zukunft und dem eigenen Leben auseinander. Deswegen mag ich Ordnung schaffen mehr als putzen und abstauben. Nun aber sind die Teppiche mit Floorliner bedeckt, da es ja noch eine Weile geht mit der Stubenrein-Sache und überall liegen Kissen, damit die kleine Daisy beim Klettern oder Sonnen auf dem Fenstersims nicht runterfällt. Und natürlich sind da Spielsachen, Kauzeug, Zweige und Dreck von draussen aber das Glück und die Liebe sind viel wertvoller als eine perfekte Ordnung.

1 — Geben Sie Ihren Siebensachen einen Korb

Immer bereit: Körbe unter einer transparenten Konsole. Foto über: Square Inch Home
Immer bereit: Körbe unter einer transparenten Konsole. Foto über: Square Inch Home

Unser persönliches Chaos gleiche ich dafür nun mit dieser Geschichte aus! Mein Trick, den ich immer und für alles nutze, geht so: Ich sammle alles in einem Korb und sortiere es dann, wenn ich Zeit habe. So ist auf die Schnelle Ordnung gemacht und man findet auch alles wieder, denn es ist ja im Korb. Clever ist es auch, solche Körbe an sogenannten Unordnungshotspots zu platzieren. Das kann zum Beispiel im Eingang sein für die vielen Sachen, die einfach irgendwo landen, wo man sie dann nicht mehr findet. Auch das Schlafzimmer mit den vielen Kleidern, die schnell rumliegen und vergessen gehen, ist ein solcher Ort. Die schlaue Idee, Körbe mit einer Konsole zu umarmen, ist schön und definitiv eine Überlegung wert.

2 — Shampoo, Sprays und Cremen hinter Gitter

Guter Zusammenhalt: Gitterkörbe für Badezimmerartikel. Foto: H+M Home
Guter Zusammenhalt: Gitterkörbe für Badezimmerartikel. Foto: H+M Home

Körbe helfen auch im Bad. Da sind solche Gitterkörbe wie diese hier von H+M Home eine gute Idee. Sie wirken ordentlich und man sieht die Produkte.

3 — Neues im Netz

Charmant und praktisch: Toilettenrollen im Einkaufsnetz. Foto über: Découvrir l'endroit du décor
Charmant und praktisch: Toilettenrollen im Einkaufsnetz. Foto über: Découvrir l'endroit du décor

Da wir gerade im Bad sind: Dieses hier ist besonders charmant, nicht zuletzt durch die hübsch eingesetzte Farbe. Aber ein Detail gefällt mir ganz besonders: das schlichte Einkaufsnetz als Stauraum für Extra Toilettenrollen. Solche Rollen nehmen nämlich schnell viel Platz ein und wenn man sie in Körbe auf den Boden stellt, muss man diese zum Putzen immer rausnehmen und der Staub sammelt sich zwischen dem Geflecht. Also ab ins Netz damit – das ist hübsch und praktisch zugleich!

4 — Schönes für die Rolle

Attraktiv: Elegante, filigrane Designerregale für das Bad. Foto: Ferm Living
Attraktiv: Elegante, filigrane Designerregale für das Bad. Foto: Ferm Living

Bei meiner Arbeit als Stylistin habe ich viele Badezimmermöbel für Kataloge inszeniert. Und ehrlich, kein einziges war hübsch oder begehrenswert. Das Gleiche gilt übrigens für Garderobenmöbel. Irgendjemand hat sich wohl gedacht, dass diese alle weiss oder beige laminiert werdenund sich in Schränkchenform zeigen müssen. Zum Glück findet man Kollektionen, die sich in Sachen Design mehr Gedanken machen und Praktisches mit Attraktivität küren. Diese Regale für das Bad von Ferm Living sind ein solches Beispiel.

5 — Ab ins Kistchen

Plastic-Fantastic: Ordnungskisten wie aus dem Supermarkt. Foto: Hay
Plastic-Fantastic: Ordnungskisten wie aus dem Supermarkt. Foto: Hay

Eine andere Firma, die das schafft, heisst Hay. Sie hatten einmal vor einigen Jahren einen eigenen Webshop, der Supermarkt hiess oder so, und der irgendwie genau das kokett beschrieb, was Hay ausmacht. Sie haben eine Kollektion, in der nicht nur Möbeldesign wichtig ist, sondern auch die kleinen, alltäglichen Produkte. Man erinnere sich an die farbigen Kartonboxen, die immer noch auf vielen Interiorbildern zu sehen sind. Diese gibt es nicht mehr, dafür aber solche Plastikkisten, die tatsächlich wie die in den Supermärkten sind, aber viele hübsche Farben zeigen. Man kann darin seine Sachen sortieren wie es einst Cinderella und die Tauben mit den Körnchen taten: «Die guten ins Töpfchen, die schlechten in Kröpfchen». Die schönen Sachen können Sie ausstellen und die anderen Dinge kommen ins Kistchen und werden verstaut.

6 — Schaffen Sie neue Etagen

Upgrade: Geschirr stapeln mit Gitterelementen. Foto über: I am Stylish
Upgrade: Geschirr stapeln mit Gitterelementen. Foto über: I am Stylish

Dieses Regalproblem im Geschirrschrank kennen alle. Die Regalflächenabstände passen nie zum Geschirr und den Gläsern. Ich habe es manchmal mit Tabletts gelöst, aber man muss dann jeweils das Tablett heben, um an das Darunterliegende zu kommen. Diese Idee mit den Gitterelementen ist genial. Bloss muss man solch clevere kleine Helfer zuerst mal finden. Wenn jemand so was entdeckt, teilen Sie es doch bitte mit uns!

7 — Clever und klein

Nostalgie: Wie aus einer anderen Zeit helfen diese kleinen Tellerregale für Ordnung und Charme in der Küche. Foto: Hay
Nostalgie: Wie aus einer anderen Zeit helfen diese kleinen Tellerregale für Ordnung und Charme in der Küche. Foto: Hay

In den meisten Küchen kann man diesen gewissen Extraplatz für kleine Dinge immer gebrauchen. Dafür gibt es von Hay diese kleinen indischen Tellerregale aus Metall, die auch in der kleinsten Küche Platz haben.

Angewandt: Das Tellerregal in einer Küche über dem Radiator. Foto über: Turbulences Déco
Angewandt: Das Tellerregal in einer Küche über dem Radiator. Foto über: Turbulences Déco

8 — So klappt es mit dem Stapeln

Hübsche Stützen: Körbe helfen beim Pullistapeln im Schrank. Foto über: Waterproof Valentines
Hübsche Stützen: Körbe helfen beim Pullistapeln im Schrank. Foto über: Waterproof Valentines

Im Kleiderschrank halten die hübschen Stapel mit Pullis oder T-Shirts oft nicht lange. Sie verwandeln sich schnell «ganz automatisch» in ein heilloses Durcheinander. Geben Sie den Stapeln Stützen. Das klappt sehr gut mit Körben, in die Sie dann zum Beispiel Taschen und Accessoires geben können.

9 — Suchen Sie nach dem richtigen Aufhänger

Attraktive Ordnungshilfe: So werden getragene Kleider zum Hingucker statt zum Kleiderhaufen. Foto über: Ferm Living
Attraktive Ordnungshilfe: So werden getragene Kleider zum Hingucker statt zum Kleiderhaufen. Foto über: Ferm Living

Garderobenständer und Kleiderstangen sind gute Hilfen in Schlafzimmern. Wenn sie so attraktiv wie diese hier von Ferm Living sind, dann machen Sie sogar auch noch was her. Auf jeden Fall helfen sie, dass sich Kleider und Wäsche nicht einfach in Haufen ansammeln.

10 — Schrank ohne Schranken

Gemütlich: Ein antiker Schrank, der zur Garderobe wurde. Foto über: Real Homes.
Gemütlich: Ein antiker Schrank, der zur Garderobe wurde. Foto über: Real Homes.

Zum Schluss noch eine Idee für alle, die das Thema Garderobe noch nicht zufriedenstellend gelöst haben. Anstatt sich mit einem der bereits erwähnten unattraktiven Garderobenmöbelchen, welche die Möbelhäuser hierzulande anbieten, zu begnügen, sollten Sie auf den Estrich oder ins Brockenhaus gehen. Suchen Sie nach einem alten Schrank. Wenn er noch Türen hat, nehmen Sie sie einfach weg und geben Sie ihm ein Innenleben, das Ihren Ansprüchen entspricht. Also ich habe mich direkt in dieses ländliche Idyll verliebt samt Korb, Gummistiefeln und allem!