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Berner Gemeinden unter FinanzdruckKeine Dorfzeitung, keine ÖV-Tageskarte, kein neuer Laptop

Viele Gemeinden im Kanton Bern müssen derzeit «jedes Füfi» umdrehen. Wegen Corona – aber nicht nur.

Hans Peter Salvisberg, Gemeindepräsident von Meikirch, hat eine undankbare Aufgabe gefasst. Die Gemeinde muss möglichst schnell ein neues Budget ausarbeiten.
Hans Peter Salvisberg, Gemeindepräsident von Meikirch, hat eine undankbare Aufgabe gefasst. Die Gemeinde muss möglichst schnell ein neues Budget ausarbeiten.
Foto: Adrian Moser

Für Stettlen, Meikirch, Leissigen, Twann-Tüscherz und Valbirse wird 2021 zu einer Bewährungsprobe. In diesen fünf Berner Gemeinden haben die Stimmberechtigten das Budget abgelehnt. Ohne gültiges Budget dürfen Gemeinden nur «unumgängliche Verpflichtungen» tätigen – also etwa die Löhne der Angestellten oder Heizkosten bezahlen. Es handelt sich nicht um einen eigentlichen Shutdown, denn die Gemeinden sollen weiterfunktionieren können.

In Meikirch wollten die Stimmberechtigten eine Steuererhöhung von 1,54 auf 1,65 Einheiten nicht akzeptieren und schickten darum das Budget 2021 bachab. Wegen der Corona-Situation wurde die übliche Gemeindeversammlung abgesagt und an der Urne abgestimmt. Das Resultat am 20. Dezember war sehr knapp, acht Stimmen machten den Unterschied aus – 380 Ja standen 388 Nein gegenüber.

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