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KantonsparlamentKanton Bern gibt sich eine umfassende Gesundheitsstrategie

Der Grosse Rat hat ein Papier diskutiert, das den Behörden in der Gesundheitspolitik in den nächsten zehn Jahren als Leitlinie dienen soll.

Eine Spitex-Mitarbeiterin im Emmental misst bei einem Klienten den Blutdruck. (Archivbild)
Eine Spitex-Mitarbeiterin im Emmental misst bei einem Klienten den Blutdruck. (Archivbild)
KEYSTONE/GAETAN BALLY

Der Grosse Rat hat am Mittwoch die Gesundheitsstrategie 2020-2030 des Kantons Bern einstimmig zur Kenntnis genommen. Mit der Strategie soll die integrierte Versorgung auf allen Ebenen gefördert, die Prävention gestärkt sowie das Kostenwachstum eingedämmt werden.

Die Gesundheitsstrategie dient den Behörden als Leitlinie für Entscheide und Massnahmen im Gesundheitsbereich in den nächsten zehn Jahren. Das Parlament hiess bei der Beratung eine Reihe von Planungserklärungen gut, die der Strategie mehr Aussagekraft geben sollen.

So will der Rat, dass den Themen Gesundheitskompetenz, Prävention und Gesundheitsförderung besondere Beachtung geschenkt werden. Konkrete Aufträge gab das Parlament auch für die Erarbeitung von Teilstrategien. So soll zusätzlich eine Strategie für die Pflege am Lebensende («End of Life Care») erarbeitet werden.

Abgelehnt wurden Anträge von linker Seite, die festschreiben wollten, dass neue Massnahmen auch dann umgesetzt werden, wenn die Kosten nicht anderswo eingespart werden können.

Der Kanton Bern finanziert das Gesundheitswesen mit jährlich rund 1,5 Milliarden Franken mit. Auf Kantonsgebiet befinden sich 18 Akutspitäler, 13 Psychiatriekliniken, 12 Reha-Kliniken, 300 Alters- und Pflegeheime, 92 Spitexorganisationen und rund 3000 Arztpraxen.

SDA

1 Kommentar
    Teuscher Urs

    Wurde auch eine Organisationsplattform eingeführt um in Pandemiezeiten einfach und schnell zusätzliche Spitalbetten mit Personal aufzubauen? Und PLAUSIBLE Einschränkungen einzuführen?