«Noch nie dagewesene Einmischung»Jungfreisinnige klagen gegen Berner Kirchgemeinden
Berner Kirchen stehen wegen ihres Engagements für die Konzernverantwortungsinitiative in der Kritik. Bürgerliche Politiker haben nun eine Stimmrechtsklage eingereicht.

Die Reformierten Kirchen Bern Jura Solothurn macht sich aktiv für die Konzernverantwortungsinitiative stark, über die Ende November abgestimmt wird. Dieses Engagement führte nun zu einer Stimmrechtsbeschwerde. Eingereicht wurde diese von fünf Mitgliedern der Jungfreisinnigen Kanton Bern. Sie üben scharfe Kritik am kirchlichen Aktivismus. Die Kirche als öffentlich-rechtliche Körperschaft dürfe keine politische Propaganda machen.
Fahnen, die von Kirchtürmen hängen, Predigten, in der für die Initiative geworben wird, die Vertretung von Kirchen in diversen Komitees: Dies alles stelle eine «noch nie dagewesene Einmischung» in die Politik dar, schreiben die Jungpolitiker in ihrem Communiqué. Solange sich die Kirche durch Zwangsabgaben finanziere und Teil des Staates sei, dürfe sie nicht politisch aktiv sein.
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