Jetzt könnten Orangen deutlich teurer werden

Wetterbedingt kommt es in Südafrika zu grösseren Ernteausfällen der Zitrusfrucht. Der Konsument muss daher bald tiefer in die Tasche greifen.

Die Lieferengpässe treffen europäische Kunden: Ein Mitarbeiter eines Coop-Verteilzentrums trägt ein Palett mit Orangen.

Die Lieferengpässe treffen europäische Kunden: Ein Mitarbeiter eines Coop-Verteilzentrums trägt ein Palett mit Orangen.

(Bild: Keystone Gaetan Bally)

Wegen Lieferengpässen beim Orangenproduzenten Südafrika drohen Europas Konsumenten Preiserhöhungen für die populäre Saisonfrucht. Der weltweit drittgrösste Orangenexporteur hat wegen schlechten Wetters in mehreren Teilen des Landes bis zu 50 Prozent Ernteeinbussen erlitten.

«Wir erleben aktuell eins der schlimmsten Jahre seit Bestehen unseres Unternehmens», sagte Snyman Kritzinger von der Genossenschaft Grown4u in der Ostkap-Provinz. Er schliesst angesichts des knappen Angebots Preissteigerungen nicht aus. Auch bei der Gross-Kooperative SRCC im Sundays River Valley gibt es ähnliche Schätzungen – sie verschifft jährlich drei Millionen 15-Kilo-Kisten Orangen in die EU und andere Märkte.

Extreme Trockenheit

In der Westkap-Provinz rund um Kapstadt klagen die Obstbauern über extreme Trockenheit. Fällt in den nächsten Monaten kein ergiebiger Regen, drohen weitere Ausfälle.

«Wir hatten sehr trockene Wetterbedingungen zu Beginn der Ernte», sagt Paul Hartmann vom südafrikanischen Verband der Zitrusfrüchte-Anbauer. Es habe aber Zuwächse bei der Menge der in guter Qualität geernteten Zitronen und Grapefruit-Früchte gegeben.

kaf/sda

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